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Alwin-Lensch-Schule : Kinder in Niebüll planen neuen Schulhof mit

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Trampoline, Bolzplätze und Klettegerüst erwünscht: Alwin-Lensch-Schülerbeirat half bei den Beratungen des Sozial-Ausschusses.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2017 | 12:09 Uhr

Der Schulhof der Alwin-Lensch-Schule ist in die Jahre gekommen. Das wird sich im kommenden Jahr ändern. Unter starker Mithilfe der Schüler haben Planungsbüros spannende Entwürfe für eine Neugestaltung erarbeitet, die jetzt unter dem Vorsitz von Bernd Neumann (CDU) im Ausschuss für Schule, Verkehr und Soziales im Rathaus vorgestellt wurden. Mit dabei waren Nika Bojahn (9), Max Ebberg (9), Lynda Cao (10) und Lennard Ehlers (10) als Vertreter der Schülerbeiräte. „Wir haben alle unsere Ideen mit eingebracht“, betonte Max Ebberg. Schulleiterin Annett Lentfer bestätigte, dass die gesamte Schule teilgenommen hat. „Wir haben Zeichnungen und Anregungen gesammelt und dann mit den Schülerbeiräten besprochen.“ Das Konvolut floss ein in den Schulstrukturplan, der den Kommunalpolitikern überreicht wurde. In einem gemeinsamen Arbeitskreis wurde das Vorhaben debattiert und schließlich an drei Planungsbüros geschickt.

In den 50er Jahren als hosenzerfetzende Teeroberfläche berüchtigt, hat das jetzige Aussehen des Schulhofs mit einem Spielhügel des öfteren Kritik hervorgerufen. „Im Winter ist der gepflasterte Berg samt Amphitheater zu glatt“, stellte Lehrerin Maike Stapelfeldt fest und initiierte vor eineinhalb Jahren die Neuplanung über Lehrerkonferenz und Elternschaft. Ein erstes Gespräch führte sie zunächst mit Bürgermeister Wilfried Bockholt.

Schnell war man sich einig, dass der Berg geschleift wird und ein Klettergerüst den Mittelpunkt bilden wird. Die Planungsbüros haben sich daran gehalten. Udo Petersen (Amt Südtondern) stellte die Entwürfe vor, die drei Varianten beinhalteten. Das Spiel- und Sportangebot wird nach dem favorisierten Entwurf 2 vielfältig: Für Kleinere sind Sandspielflächen mit Spielgeräten und Trampolinen ein Muss. Es gibt für die Größeren künftig Hürden, Schaukeln, eine Rutsche, eine Tischtennisplatte, zwei kleine Bolzplätze, einen Basketballplatz und Klettermöglichkeiten. Auch an die Mädchen wurde gedacht. „Die können balancieren und haben Ruhezonen zum Rückzug“, stellte Max Ebberg professionell fest.

Die geschwungene Form fand ebenso Anklang wie die vielen Spielmöglichkeiten. „Wir müssen das Bewegungspotential der Kinder aktivieren“, erläuterte die Schulleiterin. „Nun ist für jeden etwas dabei.“ Auch an die Sicherheit wird gedacht. „Prallschutz ist selbstverständlich“, so Udo Petersen.

Die teuerste Entwurfsvariante lag auf Grund des Gesamt-Tartanuntergrunds bei 350  000 Euro. Bert Bruhn (CDU) monierte die Kosten der mittleren Variante von rund 250  000 Euro, bekam aber Gegenwind. „Die Kinder haben Recht auf einen guten Spielplatz“ entgegnete Hella Weinhonig (SSW) und bekam Unterstützung von Hendrik Schwind-Hansen und Thomas Uerschels. „Die Höhe der Kosten war schon bei der Ortsbegehung bekannt.“ Bruhns Vorschlag, die Erneuerung Zug um Zug durchzuführen, traf ebenfalls auf keine Zustimmung. „Wir können im nächsten Jahr von den Sommerferien bis zu den Herbstferien bauen“, schlug die Schulleiterin vor, als feststand, dass es in diesem Jahr nichts mehr wird. Bert Bruhn ließ nicht locker. „Ich halte Büsche für besser, da Bäume mit ihrem Wurzelwerk die neue Anlage schädigen“, sagte er beim Thema Nachpflanzungen.

Bernd Neumann sicherte zu, dass alle Anregungen aufgenommen werden. Die Aufteilung des großen Bolzplatzes in zwei fand allgemeinen Beifall. „Ich finde es gut, dass Basketball und Fußball getrennt sind“, erklärte Lennard Ehlers, „dann kommt man sich nicht ins Gehege.“ Und auch Nika Bojahn und Lynda Cao waren am Ende zufrieden. „Unser Meinung nach ist nichts vergessen worden.“ Die mittlere Variante wurde einstimmig befürwortet und wird nun vom Planungsbüro noch einmal überarbeitet. Da es auch um die Finanzen geht, muss der Haupt- und Finanzausschuss sein Plazet geben, ehe die Stadtvertretung dem Beschluss des Ausschusses das abschließende „Okay“ gibt. „Das war der erste entscheidende Schritt“, freute sich die Initiatorin Maike Stapelfeldt gemeinsam mit den Kindern.

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