Kinder aus Weißrussland erlebten Nordfriesland von oben

Die Gruppe um Frauke Nissen (2. v. re.) ging mit dem Team des Luftsportvereins Südtondern in die Luft.  Fotos: Hans Werner Christiansen
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Die Gruppe um Frauke Nissen (2. v. re.) ging mit dem Team des Luftsportvereins Südtondern in die Luft. Fotos: Hans Werner Christiansen

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13. Juli 2015, 17:45 Uhr

Ein weiterer Höhepunkt für die Kinder aus dem weißrussischen Pinsk war der Besuch bei den Segelfliegern des Luftsportvereins Südtondern (LSV) in Aventoft. Die Gruppe aus dem so genannten „Suppenküchen-Projekt“ von Frauke Nissen (Niebüll) war nach zweijähriger Pause für knapp vier Wochen zu Gast in Südtondern. Von den 18 Kindern mit ihren Betreuerinnen waren zwölf auf den Aventofter Segelflugplatz zu Besuch. Für viele von ihnen war es nicht nur der erste Ferienaufenthalt überhaupt, sondern auch das erste Flugerlebnis.

Nacheinander konnten sie jeweils hinter den LSV-Piloten im Segelflugzeug sitzend ihre derzeitige Ferienregion aus der Luft betrachten. Die Flugzeuge wurden dabei mittels eines Seiles aus dem Windenfahrzeug abrupt steil in die Luft gezogen. Die Mädchen und Jungen zeigten sich sehr wissbegierig und gingen nach kurzer Zeit auch dem LSV-Team zur Hand. So spannten sie, natürlich alles unter fachkundiger Aufsicht, das Seil an das Flugzeug oder hielten die Tragflächen vor dem Start. Das Größte für einige der Besucher war die Mitfahrt mit dem Trecker, um das Flugzeug nach der Landung wieder an den Start zu bringen. Dann fühlten sich die Kids als „Traktoristen“. Mit einigen kulinarischen Genüssen erlebten alle einen wunderschönen Tag in Aventoft.

Um dieses zukunftsweisende Projekt auch weiterhin in den nächsten Jahren zu gewähren, werden Gastfamilien, Paten und Spender zur Unterstützung gesucht. Unter dem Motto „Es wird viel getan – aber es gibt auch noch viel zu tun“ sind weitere Informationen im Internet unter www.nikonissen-stiftung.de zu erfahren.

Im kommenden Herbst fahren Frauke und Paul Martin Nissen wieder nach Pinsk, um dort vor Ort die kleinen bis dahin gehörlosen Kinder mit Hörgeräten zu versorgen.

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