Leckfeld : Kieler Umweltministerium und Gemeinden einigen sich

Die Flächen des ehemaligen Militärflughafens sind naturschutzfachlich sehr wertvoll, teilte das Ministerium mit.
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Die Flächen des ehemaligen Militärflughafens sind naturschutzfachlich sehr wertvoll, teilte das Ministerium mit.

Ministerium will jetzt rechtliches Verfahren für Naturschutzgebiet Leckfeld einleiten. Gewerbepark& Co. werden trotzdem gebaut.

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23. Januar 2018, 10:48 Uhr

Kiel/Leck | Das Kieler Umweltministerium will in Kürze das rechtliche Verfahren für das geplante Naturschutzgebiet Leckfeld einleiten. Das teilte das Ministerium gestern mit. Rund 191 Hektar umfasst das Gebiet des ehemaligen Bundeswehrflugplatzes im Bereich Leck, Klixbüll und Tinningstedt. Um die Ausweisung dieses Naturschutzgebiets war zuletzt heftig diskutiert worden.

Nun sei es gelungen „aus dem Streit eine Gemeinsamkeit zu machen“, teilte Umweltminister Robert Habeck mit. Anders als vor rund drei Jahren geplant, soll das Naturschutzgebiet nur nördlich der Landebahn entstehen. Die Großprojekte der Gemeinden – darunter der Gewerbepark Südtondern mit der Störzucht und der Airpark Südtondern – sollen südlich der Landebahn gebaut werden. Die KBA-Teststrecke soll auf der Landebahn entstehen. Bis zum 22. Oktober können Stellungnahmen zum Vorhaben abgegeben werden.

Die Flächen des ehemaligen Militärflughafens sind naturschutzfachlich sehr wertvoll, teilte das Ministerium mit. Es handele sich um eine großflächige, magere Offenlandschaft mit Feuchtheiden, trockenen Sandheiden, verschiedenen Grünlandformationen unterschiedlicher Magerstufen und kalkreichen Niedermoorstandorten, die in dieser Ausprägung in Schleswig-Holstein extrem selten sind

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