Keltische Musik: „Dun Aengus“ begeistern in der Süderlügumer Marienkirche

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02. Juni 2014, 13:04 Uhr

Mit seinem bereits elften Auftritt in der Süderlügumer Marienkirche feierte das Folk-Ensemble „Dun Aengus“ zugleich sein zehnjähriges Bestehen. Die Gruppe, die sich ganz der keltischen Musik verschrieben hat, wie sie in Irland und Schottland gepflegt wird, hat sich nach der imposanten eisenzeitlichen Steinfestung vor der Westküste Irlands benannt, obgleich seine Mitglieder in Braunschweig und Salzgitter beheimatet sind. Da ihr abendliches Konzert einmal mehr zahlreiche Stammhörer angelockt hatte, erlangte die Zusammenkunft einen fast familiären Charakter. Entsprechend locker gestaltete sich die Moderation der ausgewählten Instrumental- und Vokalsätze, vorgetragen von Klaus Brünenkamp. Er selbst erwies sich als vielbeschäftigter Chef der Gruppe, der abwechselnd auf vielerlei Instrumenten musizierte, nicht selten sogar gleichzeitig auf zweien: zum Beispiel auf dem Banjo und der Mundharmonika. Ihm zur Seite stand seine von ihm scherzhaft als Quotenfrau titulierte Ehe- und Frontfrau Bianka, die verschiedene Flöten oder eine Bodhra bediente. Für weitere musikalische Unterstützung sorgten Christian „Fiedel“ Zastrow (Fiddle, Whistle und Bodhran) sowie „Walkin Tom“ Keller, der überwiegend auf seine Gitarre, eine Bozouki oder eine Chromonika zurückgriff. Alle vier Instrumentalisten erfreuten ihre Zuhörer auch als eifrige Vokalisten, indem sie – sauber intonierend – mal solistisch agierten, mal einen wohlklingenden, sich bis zur Vierstimmigkeit entfaltetenden Chorgesang hören ließen. Durch Erläuterungen zum geschichtlichen Hintergrund einiger Lieder erfuhren die Zuhörer viel über das einstige Leben in Irland und Schottland, wo verbotene Schwarzbrennerei und Furcht vor Whisky-Spürnasen zum Alltag gehörten.

Zu den musikalischen Höhepunkten des Abends zählte zum einen die Ballade „Sister an Brother“, verfasst von Kieran Halpin. Sie erzählt von einem Geschwisterpaar, bei dem sich in jeder Lebenslage einer um den anderen kümmert. Zum andern wusste der den Schein des Mondes verherrlichende Titel „Shining Clear“ von Alan Reid besonders zu gefallen. Nach der Konzertpause wurde das Publikum stärker ins musikalische Geschehen eingebunden. Aufgrund des lautstarken Schlussapplauses wartete „Dun Aengus“ noch mit zwei Zugaben auf und gab ihm noch den nachhaltig wirksamen Ohrwurm „Roll the ocean, roll the sea“ mit auf den Heimweg.

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