Offene Medienstation Niebüll : Keine Zuschüsse für Geräte und Honorare

Für seine Offene Medienstation hat der "Verein der Freunde des Richard-Haizmann-Museums" bei der Stadt Niebüll Zuschüsse beantragt. Die Spanne "zwischen 3.000 und 10.000 Euro jährlich" erscheint dem Ausschuss für Schul-, Kultur- und Bildungswesen allerdings als zu hoch gegriffen. Er befürwortet für das Haushaltsjahr 2009 zweckgebundene 2.000 Euro.

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04. November 2008, 09:26 Uhr

Niebüll | Noch einmal beschäftigte sich der Ausschuss für Schul-, Kultur- und Bildungswesen mit einem Antrag des Vereins der Freunde des Richard-Haizmann-Museums. Dieser hatte darum gebeten, das Projekt "Offene Medienstation" (kostenloser Entleih von Geräten sowie ein Angebot von Workshops für Jedermann) jährlich durch eine Summe zwischen 3.000 und 10.000 Euro zu fördern (wir berichteten). Das Geld soll helfen, die anfallenden Kosten abzufangen. Denn auch künftig ist geplant, jährlich sechs Workshops, geleitet von professionellen Fotografen und Filmern, anzubieten.

Die Seminare allerdings haben ihren Preis. In der Vergangenheit fielen pro Workshop im Schnitt 1.500 Euro Honorar, 500 Euro Material, 500 Euro Übernachtungskosten sowie 500 Euro für Präsentation der Arbeiten in Ausstellungen, auf Wettbewerben und Filmforen an. Dabei seien die Seminare für junge Menschen subventioniert worden, um allen das offene Angebot zugänglich zu machen, hieß es in dem Antrag an die Stadt. Zusätzlich zu den Workshop-Kosten fallen pro Jahr 5.000 Euro für Equipment und Pflege sowie noch einmal 5.000 Euro für Leitung, Betreuung und Vernetzung an.

Der auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses vorgelegte Beschlussvorschlag sah für das Haushaltsjahr 2009 zunächst einen Pauschalbetrag in Höhe von 5.000 Euro vor. Den kritisierte Bürgervorsteher Uwe Christiansen als zu hoch. "Sehr überrascht" sei er, wie andere Gremiums-Mitglieder auch, über die Höhe einiger Posten in der exemplarisch vorgelegten Kosten-Aufstellung des Jahres 2007. So seien für die Workshops Honorare (incl. Material) in Höhe von mehr als 8.000 Euro angefallen. Einführungskurse für ein Foto-Bearbeitungsprogramm bei der VHS Niebüll sowie der AVHS Leck waren gar mit 760 Euro zu Buche geschlagen.

Gerhard Lützen vermisste einen Posten "Eigenbeteiligung" der Seminarteilnehmer in der Kostenaufstellung. Uwe Christiansen schlug für das Haushaltsjahr 2009 einen Zuschuss des Projektes durch die Stadt in Höhe von 2 000 Euro vor. Dieser sei ausschließlich für Workshops zu verwenden, entsprechende Nachweise müssten vorgelegt werden. Keinesfalls sollten von dem Geld Honorare oder die Anschaffung von Geräten finanziert werden.

Das es sich bei dem Film- und Foto-Projekt grundsätzlich um eine positive und unterstützenswerte Sache handele, stand bei den Gremiums-Mitgliedern außer Frage. Auch Ralph Hoyer würdigte das Engagement der "Freunde des Haizmann-Museums", rief jedoch nochmals dazu auf, das Verhältnis von Zuschüssen für andere Vereine im Auge zu behalten. Mit 2.000 Euro sei die Medienstation da gut bedient.

Die Anregung aus dem Gremium, der Verein möge sich mit seinem Antrag zusätzlich an das Amt Südtondern wenden, kommentierte Bettina Fritzsche mit dem Hinweis: "Über die Amtsumlage wäre die Stadt Niebüll dann doppelt beteiligt."

Einstimmig sprach sich der Ausschuss für die 2.000-Euro-Lösung aus. Finanzielle Mittel für das Jahr 2008 lehnten die Gremiumsmitglieder ab.

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