Kein Verständnis für Riesen-Schilder

Nicht zu übersehen: Die neuen Wegweiser in Neugalmsbüll.
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Nicht zu übersehen: Die neuen Wegweiser in Neugalmsbüll.

Galmsbülls Bürgermeister Norbert Rühmann tritt aus arbeitsrechtlichen Gründen zurück / Neuwahl ist für den 17. Juni angesetzt

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07. Mai 2015, 12:49 Uhr

Für Bürgermeister Norbert Rühmann (61) war die achte gleichzeitig die letzte Sitzung unter seiner Leitung. Aus arbeitsrechtlichen Gründen tritt er zurück, bleibt aber Mitglied der Gemeindevertretung. Seine Vorruhestandsregelung sieht vor, dass er ein Jahr vor dem Eintritt in den Ruhestand in keinem Beschäftigungsverhältnis stehen darf. Das Amt des Bürgermeisters ist eines. So steht hinter seiner Entscheidung ein Muss. Die AfWG-Fraktion, der Rühmann angehört, wird voraussichtlich die Oberstudienrätin Sinje Stein zu seiner Nachfolgerin vorschlagen. Die Wahl ist am 17. Juni.

In der Gemeinde besteht der nahezu einhellige Wunsch der Bürger nach einem Anschluss an das Breitbandnetz. Nach derzeitigem Stand wollen das 83 Prozent der Haushalte – Tendenz steigend. Die Netzgesellschaft würde dem zustimmen, wenn die Kosten für einen Anschluss 3500 Euro nicht übersteigen. Dem gegenüber liegen sie in der dünn besiedelten Flächengemeinde bei 7000 Euro im Schnitt. Galmsbüll, inzwischen finanziell gut betucht, schlägt die Gründung einer GmbH vor, die eine finanzielle Brücke schlagen und das Problem lösen soll. Ob das möglich ist? Die Antwort erwartet die Gemeinde vom Amt, das sich zurzeit „weiter oben“ formiert. Eine weitere Antwort erwartet sie aus der Anfrage, ob im Bereich Oster-/Ulmenhof zwei weitere Windmühlen errichtet werden können, nachdem das OVG Schleswig die geltende Regionalplanung ins Wanken gebracht hat.

Eine weitere Maßnahme – administrativ angeschoben – verursacht Kopfschütteln. Das sind die überdimensionalen Wegweiser in Neugalmsbüll nahe der Kirche und ehemaligen Gastwirtschaft. Nachdem Kritik an der mangelhaften Beschilderung auf Landes- und Kreisstraßen laut wurde, seien die riesigen Verkehrszeichen aufgestellt worden. Behördlicher Zusicherung zufolge sei „der Windlastigkeit der Hinweisschilder Rechnung getragen worden.“ Bürgermeister Rühmann: Für die Beseitigung von Straßenschäden sei kein Geld da. Dafür hingegen „für sowas“ sehr wohl.

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