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Nordfriesland Tageblatt

25. September 2017 | 01:04 Uhr

Niebüll : Kein Geld für Hundefreilauf-Verein

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Vorsitzende argumentiert, Fördermittel in privater Hand könnten mehr ausrichten als ein öffentlicher Auftrag – doch Stadtvertreter bleiben hart.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2016 | 10:19 Uhr

Gegensätzliche Positionen gibt es bei den Niebüller Parteien beim Thema Hundefreilauf-Fläche zwischen Bauhof und Schießstand. Hier möchte die CDU weiterhin die Stadt in der Pflicht sehen – nicht den gegründeten Verein Hundefreilauf Niebüll. Liegt es daran, dass SPD-Mann Thomas Uerschels dort engagiert ist? Dieser verließ jedenfalls die Sitzung des vergangenen Hauptausschusses, um einer Befangenheit vorzubeugen.

Am 6. November 2015 hatte die Stadtvertretung beschlossen, statt 40  000 Euro nur die Hälfte der Summe für die Herrichtung einer Hundefreilauf-Fläche freizugeben. Der neue Verein hatte damals eigene Vorstellungen entwickelt, Kostenvoranschläge eingeholt. „Wir können als privater Verein bessere Ergebnisse erzielen“, so der erste Vorsitzende Maik Schulte, der als Gast bei der Sitzung des Hauptausschusses ebenfalls anwesend war. Es sei bekannt, dass die Öffentliche Hand bei Angeboten stets mehr bezahlen muss.

Die Vorsitzende Bettina Sprengel wies darauf hin, dass der Bauhof für die angepeilte Summe in Höhe von 20  000 Euro das Gelände herrichte, Mutterboden und Saat verteile sowie Stellflächen für Autos einrichte. Im Preis sei auch ein Zaun samt Schließanlage enthalten.

„Der Verein hatte hingegen weitere Einrichtungen wie Buddelplatz für die Hunde, Unterstand für Maschinen und Toilettenkabine in der eigenen Angebotsauflistung mit drin“, betonte Maik Schulte.

Hendrik Schwind-Hansen (SPD) votierte dafür, die Zweckbindung aufzuheben, dem Verein das Geld zu überlassen, da dadurch mehr erreicht werde. Die Stadt brauche hier nicht das Heft in der Hand halten, man solle das Geld einfach als Zuschuss gewähren. Der Einspruch kam prompt: „Wir wollen erstmal sehen, wie es läuft“, so Bettina Sprengel. „Wir können nicht jedem Verein beim Start so viel Geld in die Hand drücken.“ Die Stadt stelle nicht nur das Grundstück sondern zahle auch die Änderung des Flächennutzungsplans. „Vielleicht ist ja noch mehr möglich durch den Einsatz des Bauhofes“, versuchte sich Uwe Christiansen als Tröster. „Wenn der Platz durch das ehrenamtliche Engagement funktioniert und der Verein weitere Wünsche hat, können wir neu entscheiden“, betonte die Ausschussvorsitzende Sprengel energisch.

Holger Jessen (SPD) erklärte am Ende ebenfalls, dass man die Zweckbindung wegfallen lassen sollte, um den Antrag zu ändern. Zudem sei es wichtig, die Hundebesitzer vom derzeit viel genutzten Marschenpark zu einer attraktiven Alternative zu locken. Der Antrag der SPD wurde dennoch mehrheitlich abgelehnt.

Bauhof-Mitabeiter sollen in diesem Sommer mit den Arbeiten beginnen.

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