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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 08:18 Uhr

Kein Feuerwehrfest ohne Theaterspiel

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Freiwillige Feuerwehr Galmsbüll bot zum Fest den humorigen plattdeutschen Einakter „De orientalische Ehekur“

von
erstellt am 03.Feb.2015 | 11:07 Uhr

Oberbrandmeister Franz Hermann Petersen, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Galmsbüll, traute seinen Augen nicht. Bei einem Rundblick durch den Saal des Landjugendheims stellte er fest: „Es war bei unseren Feuerwehrfesten noch nie so voll wie heute.“ Die „Kooger“ waren in Scharen gekommen, und zahlreich vertreten waren auch Kameraden aus der Nachbarschaft und von der Amtswehr.

Wehrführer Petersen nahm das Fest zum Anlass, langjährige und verdiente Kameraden für runde aktive Dienstzeiten und Mitgliedschaften zu ehren. Bürgermeister Norbert Rühmann heftete Hauke Lüttschwager und Helmut Berndt die Brandschutzehrenzeichen in Silber beziehungsweise Gold an die Uniform. Für 40 und 50 Jahre in der Feuerwehr wurden Peter August Petersen I und II geehrt – und der bisherige Wehrführer Heinrich Jacobsen in die Ehrenabteilung versetzt. Die FF Galmsbüll zählt zurzeit 29 Einsatzkräfte und hat bei nur sieben Einsätzen ein ruhiges Jahr hinter sich.

Kein Feuerwehrfest ohne Theaterspiel: Für einen amüsanten Jux sorgte die Laienspielschar der FF Galmsbüll mit Fred Redmanns plattdeutschem Einakter „De orientalische Ehekur“. Protagonisten des Stücks waren die Ehemänner Max, Rudolf und Fridolin, als Skatbrüder oft im Hinterzimmer des Dorfkrugs vereint. Fridolins gestrenge Herma versagte ihm zum 50. Geburtstag den Besuch einer orientalischen (Bauch-)Tanzrevue, was einen in Schieflage geratenen Haussegen zur Folge hatte. Als Ersatz dachten sich Max und Rudolf den Auftritt einer Bauchtänzerin aus. Doch dieser ging in die Hose, weil die Frauen plötzlich im Dorfkrug auftauchten. Weil die Damen mit dem Auftritt einer Tänzerin Lunte gerochen hatten, setzten die Skatbrüder zum Gegenangriff an und steckten das Geburtstagskind Max kurzerhand in das Kostüm einer Haremsdame, was die gestrengen Damen am Ende besänftigte.

Als Nebenhandlung platze die betrügerische Vertreterin Frau Windei herein, die es fertig brachte, den „doofen Landeiern“ Dr. Blasebalgs Blubbermatte für 150 Euro das Stück anzudrehen. Doch die pfiffigen Skatbrüder entlarvten die Abzockerin, holten das Geld „per Seiltrick“ wieder herein und gaben es den betrogenen Leuten zurück. Ende gut, alles gut. Gefeiert wurde danach auch. Die Gags und Sprüche („Warum eine Kuh kaufen, wenn man nur ein Glas Milch trinken will?“) und kleinen Pannen (Sekunden-Aussetzer im Text) wirken noch lange nach und waren Teil der guten Stimmung, die bis später in die Nacht hinein anhielt.  

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