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Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 06:18 Uhr

Kein Durchkommen auf der K 84

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Geduldsprobe und Zeitfresser: Gleich vier Gemeinden sind von der voraussichtlich bis zum 22. Juli andauernden Fahrbahnerneuerung betroffen

von
erstellt am 29.Jun.2016 | 14:07 Uhr

Eine Situation, deren Ursache in der langen Sperrung der B5 im Sommer 2012 liegt: Seit Dienstag ist auf der Kreisstraße 84 zwischen Klixbüll und Uphusum kein Durchkommen mehr. Grund: Die Erneuerung des Fahrbahnbelages steht an. Eine Maßnahme, die voraussichtlich bis zum 22. Juli andauern wird. Neben Klixbüll und Uphusum sind mit Bosbüll und Holm gleich vier Gemeinden von dieser Baumaßnahme mit einer Streckenlänge von etwa 4,7 Kilometer betroffen.

Wie die Bürgermeister Helmut Stender (Uphusum) und Günther Jürgensen (Holm) gleichzeitig betonen, liegen die Pläne für die Erneuerung der schon lange maroden Fahrbahndecke bereits seit gut fünf Jahren vor, konnten bisher aber unter anderem aus Kostengründen nicht realisiert werden. Auch war eine zeitgleiche Arbeit auf der K 84 mit der Erneuerung der B 5 zwischen Niebüll und Klixbüll nicht möglich. Denn diese diente insbesondere von Klixbüll über Bosbüll nach Niebüll als Umleitungsstrecke und wurde dadurch nicht nur sehr stark in Anspruch genommen, sondern auch erheblich beschädigt.

Für die Gemeinde Holm im Nachhinein ein Glücksfall, so Bürgermeister Jürgensen, denn vor gut vier Wochen ist dort in der Dorfstraße die unter der Fahrbahndecke verlaufende Trinkwasserleitung von Drei Harden erneuert, aber noch nicht asphaltiert worden. Dieser Schritt wurde vorerst weggelassen, denn die Leitung konnte nicht wie geplant in die Bankette verlegt werden, da dort die Mischwasserleitungen für die Abwässer verlaufen.

Nun erfolgt die Asphaltierung mit der neuen Baumaßnahme gleich mit. Im Zuge der neuen Baumaßnahme werden gleichzeitig auch die Leerrohre für die Breitbandversorgung im Ortskern mitverlegt. Bis Jahresende sollen dort die einzelnen Haus-Anschlüsse dann fertig sein. Von der augenblicklichen Sperrung der K 84 sind die Landwirte in der Gemeinde Holm nach Auffassung des Bürgermeisters nicht unmittelbar betroffen.

Das bestätigt auch Ingo Böhm, Bürgermeister der Gemeinde Bosbüll, der ebenfalls keine Probleme für seine Landwirte sieht, da ja etappenweise gebaut werde und auch Zufahrten über den einen oder anderen Gemeindeweg möglich seien. Wegen des Einbaus der Betonhochborde in Bosbüll ist die Gemeinde mit knapp 20  000 Euro an der Baumaßnahme beteiligt. Die übrigen Kosten von rund 500  000 Euro werden ausschließlich vom Kreis Nordfriesland getragen, der auch Träger der Gesamtbaumaßnahme ist.

Die Baumaßnahme wird im Auftrag des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), Niederlassung Flensburg, von der Firma Kemna Bau durchgeführt. Wie Heiko Tessenow vom LBV-SH mitteilt, werden Fräsarbeiten an der gesamten Fahrbahndecke notwendig sein.

Anschließend erfolgt der Einbau einer vier Zentimeter dicken Asphaltschicht. Dazu werden Entwässerungsmulden angepasst und die Betonhochborde in der Gemeinde Bosbüll gesetzt. Den genauen zeitlichen Ablauf legt die bauausführende Firma fest. Die Fräs- und Asphaltarbeiten werden jeweils von Klixbüll in Richtung Uphusum erfolgen. Die Anwohner der gesperrten Strecke wurden zuvor über die Maßnahme informiert und Ansprechpartner bei der Baufirma sowie beim LBV-SH genannt, um individuelle Fragen zu klären. Auch mit der Müllabfuhr gab es vorab diesbezügliche Absprachen.

Für die bisher bestehenden Busverbindungen wurde von der Autokraft ebenfalls eine Umleitung eingerichtet. Während der Vollsperrung sind die Haltestellen Klixbüll-Kirche, Bosbüll und Holm ganz aufgehoben. Für den Zeitraum der Sperrung fahren die Busse nur über die Haltestellen Klixbüll/Ecke und Uphusum/Alter Bahnhof.




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