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Nordfriesland Tageblatt

21. Oktober 2017 | 04:13 Uhr

Kein Bedarf für Klimaschutz-Manager

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Kreis hat bereits zwei Stellen für genau diese Aufgabe geschaffen, das Amt eine halbe Stelle für einen Gebäude- und Liegenschaftsmanager

von
erstellt am 19.Feb.2016 | 10:53 Uhr

Eine ältere Vorlage der CDU sorgte bei den Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Wirtschaft für neue Erkenntnisse: Die Christdemokraten hatten ( wie die SPD bereits im Jahr 2012) ein Klimaschutzkonzept erarbeitet, mit der Forderung nach einem Klimaschutzmanager in der Stadt beziehungsweise beim Amt Südtondern. Der Vorsitzende des Ausschusses, Peter Schumann (SPD), teilte mit, dass der Kreis zwei Stellen für genau diese Aufgabe geschaffen habe. Zudem habe das Amt eine halbe Stelle für einen Gebäude- und Liegenschaftsmanager kreiert. Thomas Uerschels (SPD) votierte dafür, das Thema nicht weiter zu verfolgen. Die Stadt mache jetzt bereits viel in Sachen Klimaschutz, setze auf LED-Beleuchtung, baue entsprechend energetisch ausgerüstete Häuser wie die Feuerwehr oder das Haus der Jugend. Bürgermeister Wilfried Bockholt stimmte Uerschels zu. „Klimaschutz ist ein zähes Thema, es ist en vogue, wir haben eine Generationenverantwortung – werden aber in Niebüll nicht das Weltklima retten.“ Die neuen Mitarbeiter des Kreises hätten unterschiedliche Aufgaben, die Arbeit ziele aber wohl mehr auf Aktionen, um Bewusstsein zu schaffen. „Wir haben nach wie vor Beratungszeiten im Rathaus, die sehr gut angenommen werden.“

So schnell wollte Andreas Kusserow (CDU) nicht aufgeben. Er verwies auf den Umfang des Klimaschutzkonzeptes und brachte die Elektromobilität ins Spiel. Hier fand er im Bürgermeister einen Fan; Wilfried Bockholt erinnerte an die Zeiten, da die Stadt für eine Festplatte 20  000 Mark ausgegeben habe, unvorstellbar heute. „Ich habe den Arbeitskreis Energie in guter Erinnerung, dadurch haben wir viel angestoßen. Vielleicht sollten wir ihn für ein Brainstorming wiederbeleben.“ Der Vorschlag fand Zustimmung, ebenso die Idee des Ausschussvorsitzenden, die beiden Klimaschutz-Mitarbeiter des Kreises einzuladen. Einstimmig beschlossen die ehrenamtlichen Politiker, auf eine Extra-Stelle zu verzichten.

Beim Thema Stadtmodell (wir berichteten), dabei handelt es sich um eine Miniaturausgabe aus Bronze, die als Tastmodell für Gäste mit und ohne Einschränkungen den Rathausplatz bereichern soll, waren sich die Ausschussmitglieder schneller einig. Thomas Uerschels befand die Idee Stadtmodell attraktiv, wollte aber nicht von vornherein zustimmen. 35  000 Euro sei eine hohe Summe, sie müsse zu 90 Prozent durch Sponsoren aufgebracht werden. Andreas Kusserow warf ein, dass es Spender gäbe, die nur auf ein Zeichen warteten. Wilfried Bockholt bestätigte dies und versicherte, dass nach der Anschubsspende noch weitere folgen würden. „Das bekommen wir hin“, so sein Credo. „Besser geht es nicht“, freute sich Peter Schumann, während sein Parteifreund in der Abstimmung bei seinem „Nein“ blieb. Die CDU stimmte unisono dafür.

Wohin das Modell kommt, ist noch unklar: Erst einmal muss der Künstler den Auftrag erhalten. „Der Rückhalt ist jetzt schon riesig“, freute sich der Bürgermeister über die kommende Attraktion für die Stadt.

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