Probleme bei Sicherheit : Kein Badebetrieb in Fahretoft

Auf kühle Erfrischungen im Schwimmbecken in Fahretoft müssen die Dagebüller vorerst verzichten.
Auf kühle Erfrischungen im Schwimmbecken in Fahretoft müssen die Dagebüller vorerst verzichten.

Schwimmbecken bleibt nach Überprüfung wegen Sicherheitsbedenken geschlossen.

shz.de von
16. Juni 2018, 11:04 Uhr

Dagebüll | Es ist eine schlechte Nachricht für alle Dagebüller und für Urlauber: Das Freibad in Fahretoft, das eigentlich schon geöffnet haben sollte, bleibt zu – vorerst auf Dauer. „Ich glaube nicht, dass wir es dieses Jahr noch öffnen können“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Kurt Hinrichsen, der momentan die Aufgaben des urlaubenden Gemeinde-Oberhaupts Hans-Jürgen Ingwersen übernimmt, auf Anfrage. Hinrichsen hatte zuvor in einem Schreiben mitgeteilt: „Wir, die Gemeinde Dagebüll, müssen das Schwimmbad vorerst schließen. Wir haben alles versucht, das Schwimmbad zu öffnen, aber aus Gründen der Sicherheit mussten wir diese Entscheidung treffen.“

Die Sicherheitsbedenken entstanden nach der Überprüfung der Bade-Anlage durch einen Sachverständigen. Dieser stellte mehrere Mängel fest, insbesondere die in die Jahre gekommene Chlor-Anlage sorgte für Bauchschmerzen. „Sie entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen der Schwimmbad-Technik“, bedauerte Kurt Hinrichsen. Auch die sonstige Technik sei nicht mehr zeitgemäß. Dem Stellvertreter von Hans-Jürgen Ingwersen liegt nun eine Liste vor, die zu der enttäuschenden Erkenntnis führte: „Es sind einfach zu viele Mängel, um das Schwimmbad kurzfristig in Stand zu setzen.“ Die Türen bleiben also zu.

Statt einem teuren Schnellschuss, der den Betrieb nur kurzzeitig hätte retten können, soll nun grundlegend saniert werden. Derzeit werden Angebote eingeholt, die Umsetzung sei laut Hinrichsen aber erst im kommenden Jahr realistisch. Somit sitzen die Dagebüller für unbestimmte Zeit auf dem Trockenen, schließlich ist durch die Deichbauarbeiten in diesem Sommer auch keine lokale Bademöglichkeit in der Nordsee vorhanden. „Das ist bitter und wirklich schade“, findet Hinrichsen. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als auf die Badestellen in Südwesthörn und Schlüttsiel zu verweisen. Letztere werde immerhin vom Badebus angefahren.

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