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Nordfriesland Tageblatt

18. August 2017 | 16:57 Uhr

Karlum stimmt für den Bürgerbus

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Kommunalpolitiker votieren für Beitritt zum Verein Bürgerbus / Gemeinde stimmt für Wiederaufforstung nach Orkanen

Zu den wichtigsten Themen der Gemeindevertretung Karlum im Gemeindehaus gehörten die Haushaltsüberschreitungen und der Jahresabschluss des Jahres 2012. Aus der Aufstellung der über- und außerplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen geht hervor, dass sich diese im Jahre 2012 zu einem Gesamtbetrag in Höhe von rund 39 000 Euro, verteilt auf 25 Titel, summiert hatten. Die meisten uneingeplanten Mehrausgaben fielen auf dem Gebiet der Schulkostenbeiträge an. So wurden zum Beispiel die entsprechenden Ansätze für Erstattungen an den Schulverband Förderzentrum um 4 628,19 Euro überschritten.

An Schulkostenbeiträgen für dänische Förderschulen wurden dem Land Schleswig-Holstein 2 306 Euro mehr als ursprünglich vorgesehen gezahlt. Den Ansatz für den an den Schulverband Südtondern zu zahlenden Schulkostenbeitrag für die von ihm getragenen Regionalschulen wurde um 3 964,68 Euro überschritten. An Erstattungen an Gemeinden und Gemeindeverbände waren 9 768,40 Euro mehr als vorhergesehen angefallen. Sämtliche im Jahre 2012 angefallenen über- und außerplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen wurden von der Gemeindevertretung einstimmig genehmigt. Desgleichen stimmte sie – bei einer Enthaltung – dem per Doppikverfahren aufgestellten Jahresabschuss 2012 zu. Die Ergebnisrechnung weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 21 472 Euro aus. Zu dessen Ausgleich werden 16 904,79 Euro der Ergebnisrücklage entnommen, während der Restbetrag in Höhe von 4 567,22 Euro als nicht gedeckter Jahresfehlbetrag vorgetragen wird. Die Bilanzsumme beläuft sich – auf Seiten der Aktiva wie auch der Passiva – auf rund 525 000 Euro.

Während der Einwohnerfragestunde wurde die Frage aufgeworfen, wann die Wanderwege rund um Karlum freigeschnitten würden. Bürgermeister Werner Richardsen gab zur Antwort, eine Firma sei bereits beauftragt, die Arbeiten in den nächsten Tagen zu erledigen. Zudem gab er bekannt, die Gemeinde Achtrup beteilige sich an einem Wegehobel. Am Kätnerweg sei ein Schild erneuert worden. Ein Angebot für einen Flächentausch (Klärteiche/Dorffläche) sei ausgeschlagen worden. Im Hinblick darauf, dass der Ladelunder Bürgerbus auch die Gemeine Karlum anfährt, wurde angeregt, diese solle dem „BürgerBus-Verein Ladelund“ beitreten. Das Angebot, den Spezialbus zu nutzen, werde zur Zeit zwar noch nicht häufig genutzt. Dennoch, so hieß es, solle man durch eine Mitgliedschaft anerkennen, dass Karlum im Fahrplan des Bürgerbusses berücksichtigt worden sei. Bei einer Enthaltung stimmten die Gemeindevertreter dem Vorschlag zu.

Wie das Gemeindeoberhaupt mitteilte, mussten aufgrund der Stürme „Christian“ und „Xaver“ zwei Hektar Waldfläche komplett gerodet werden. Der Holzverkauf habe nach Abzug aller Kosten einen Ertrag von rund 18 000 Euro ergeben. Laut Auskunft des Försters Ratkens könne die Gemeinde Karlum auf drei Weisen vorgehen: Sie könne die vorhandenen Stubben zum Preis von etwa 3000 Euro fräsen und das Land brach liegen lassen, die Fläche für ungefähr 6 000 Euro pro Hektar verkaufen oder sie wieder aufforsten. Letzteres würde für die Gemeinde – nach Abzug einer noch zu beantragenden Förderung – mit etwa 3 000 Euro zu Buche schlagen. Einstimmig fasste die Gemeindevertretung den Beschluss, die Wiederaufforstung realisieren zu wollen. Da die Orkane dieses Jahres dafür sorgten, dass die Reitwege im Staatsforst wegen umgestürzter Bäume noch immer nicht nutzbar sind, der Forstbetrieb aber nicht verpflichtet ist, Reitwege zu unterhalten, wurde der Vorschlag gemacht, die Reitvereine sollten sich selbst um das Problem kümmern. Bürgermeister Richardsen versprach, Stellen anzuschreiben, die in der Angelegenheit eventuell weiter helfen könnten.


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erstellt am 01.Sep.2014 | 12:46 Uhr

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