Kampfsport, Politik und Gymnastik: Dänische Vereine laden zum Schnuppertag

Auch asiatischer Kampfsport stand auf dem Programm der dänischen Vereine.
Auch asiatischer Kampfsport stand auf dem Programm der dänischen Vereine.

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14. Juni 2015, 14:55 Uhr

„Die Leute sollen wissen, dass es uns gibt“, begründeten die Initiatoren Margit und Sven Johannsen die Aktion in der Sporthalle der dänischen Schule: Mit Vorführungen und Infoständen luden die dänischen Vereine zum „Schnuppertag“ ein. Etliche Bürger nahmen das Angebot wahr, schauten hinter die Kulissen und informierten sich über kulturelles, sportliches und politisches Geschehen unter dem Dannebro.

Die dänischen Vereine öffneten ihre „Türen“ ganz weit, machten sich „sichtbar“ und präsentierten ihre Arbeit. Der Sydslesvigsk Forening informierte ebenso wie der SSW und der Slesvigske Kvindeforening. Sie sorgten nebenbei für die Betreuung mit Getränken und Gegrilltem. Den größten Part mit Vorführungen übernahm der Sport- und Jugendverein Laek Ungdomsforening Sydslesvig. 240 Mitglieder zählt der Verein, wie sein Vorsitzender Sven Johannsen auflistete. Rückengerechte und gelenkschonende Gymnastik zeigten beispielsweise ein paar Frauen unter der Leitung von Martina Matt. Mareike Donig leitet die Aerobic-Gruppe, unterrichtet die Stepp-Aerobic im Dreivierteltakt sowie die Senfi-Sparte (sensuell fighting), in der Kampf-Elemente aus verschiedenen asiatischen Sportarten ihren Platz haben. All das wurde unter Beweis gestellt mit einem Hintergedanken im Kopf: „Neue sind gern gesehen.“

Ob nun Volleyball, Tischtennis oder Badminton – diese Sparten haben ihren festen Platz im Sport- und Jugendverein und bringen den Mitgliedern Spaß, wie sie demonstrierten. Bemerkenswert gingen die Taekwando-Schüler mit ihrem Trainer Kay Schmidt ans Werk: Konzentration, Gleichgewicht und Schnelligkeit, Reaktionskraft und Atmungskontrolle zeichnen diese koreanische Kampfsportart aus. 16 Sportler im Alter zwischen sechs und 53 Jahre haben sich dieser Kampfkunst verschrieben. Jetzt zeigten sie, wie man sich selbst verteidigen und Angriffe mit Stock, Messer, Hand oder Faust abwehren kann. Am eindrucksvollsten kamen natürlich die Bruchtests daher: das Zerstören von Holz- und Steinplatten.

Geringer fiel der Körpereinsatz bei den Petanque-Spielern aus. Um die zwölf ältere Damen und Herren nehmen regelmäßig die Kugeln in die Hand und tauchen beim Spiel just for fun in die französische Lebensart ein. Auch bei diesem Schnuppertag ließ sie nichts aus der Ruhe bringen.  

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