Kampf gegen das Jakobskreuzkraut

Die Helfer vom Naturschutzbund im Einsatz.
Die Helfer vom Naturschutzbund im Einsatz.

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27. Juli 2015, 12:15 Uhr

Es blüht auffällig gelb, ist aber kein Reinfarn oder Johanniskraut. Es wächst derzeit an Wegesrändern und auf extensivierten Grünflächen – und es ist gefährlich: Die Rede ist vom Jakobskreuzkraut. Der Naturschutzverein Südtondern hat den Kampf gegen die Pflanze aufgenommen und kürzlich einen Arbeitseinsatz durchgeführt. Dabei wurde auf der Trocken- und Magerrasenwiese bei der Petersburg in der Försterei Langenberg das Kraut ausgestochen.

Mühevolle Handarbeit, die einen Grund hat: Bleibt die Pflanze auf der Wiese, können die Landwirte den Aufwuchs nicht als Heu oder Silage nutzen, denn die Pflanze ist giftig und verliert getrocknet ihre natürlichen Bitterstoffe. Besonders für Pferde, aber auch für Rinder ist das Jakobskreuzkraut im Futter bedrohlich. Das Gift reichert sich schnell im Körper an und führt dann ab einem bestimmten Grenzwert zum Tod.

Beim Jakobskreuzkraut handelt es sich um eine invasive Art, die insbesondere extensiv bewirtschaftete Grünlandflächen (Naturschutzflächen) teilweise flächendeckend besiedelt und sich gewaltig ausbreitet. Seltene Pflanzengesellschaften, wie sie auf Mager- und Trockenrasen vorkommen, werden verdrängt. Auch wird die Pflege von Biotopflächen durch eine extensive Landwirtschaft aufgrund des vermehrten Vorkommens des Jakobskreuzkrauts verhindert.

Blühendes Jakobskreuzkraut enthält das meiste Gift, schmeckt bitter und riecht beim Zerreiben unangenehm.

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