Nachwuchsmusikerin : Julia hat es geschafft: Zweite bei Jugend musiziert

Nach dem Auftritt: Sie hat es geschafft.
Nach dem Auftritt: Sie hat es geschafft.

Das Daumendrücken ihrer Musiklehrerin Alena Höhrmann, ihrer Familie, der Freunde, Mitschüler, Verwandten und Bekannten hat geholfen

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18. März 2014, 05:30 Uhr

Das Daumendrücken ihrer Musiklehrerin Alena Höhrmann, ihrer Familie, der Freunde, Mitschüler, Verwandten und Bekannten hat geholfen: Die elfjährige Julia Cao aus Niebüll hat sich am Sonntag beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ Schleswig-Holstein in Lübeck in ihrer Altersklasse den zweiten Platz erspielt. Am Klavier begeisterte und überzeugte sie mit den Stücken „Invention“ von Johann Sebastian Bach, „Freie Variationen“ von Béla Bartok und „Lied ohne Worte“ von Felix Mendelsson Bartholdy Publikum und Jury gleichermaßen.

Der aufregende Tag begann mit der Anreise um 10 Uhr. In der Musikhochschule musste Julia, die sich zuvor beim Regional-Wettbewerb Westküste von „Jugend musiziert“ in Husum qualifiziert hatte, vorspielen. Wie eine unendlich scheinende, große Zahl an weiteren Talenten ebenfalls. „Ich war um 11.10 Uhr dran“, berichtet Julia Cao. „Vorher durfte ich mich noch eine viertel Stunde lang einspielen.“ Dann kam der große Auftritt. „Die Jury bestand aus drei Mitgliedern. Zuerst war ich noch nicht aufgeregt.“ Doch das sollte sich ändern. Um noch mehr Punkte zu bekommen, verzichtete sie gänzlich auf Noten und spielt die Stücke völlig frei. Und dann passierte es: „Beim ersten Stück, ’Invention’ von Johann Sebastian Bach, habe ich ein paar Fehler gemacht.“ Doch Julia ließ sich davon nicht beirren oder gar aus dem Takt bringen, spielte unaufhörlich weiter. Im Publikum fieberten ihre Mutter Minh, ihr Vater Thi, die Schwestern Marie und Linda sowie Omi und Opi mit. Zunächst stockte auch ihnen der Atem, doch als sich die Gesichter der Prüfer entspannten, sie zustimmend lächelten, löste sich die Anspannung. Nach dem Spiel machte Julia ihren Knicks, verabschiedete sich – und fiel ihrer Familie in die Arme.

Bis zur Siegerehrung konnte sie nicht mehr bleiben, da ihre Eltern, die in Niebüll das Restaurant „Lotus“ im Osterweg betreiben, wieder arbeiten mussten. „Am Abend klingelte dann das Telefon“, erzählt Julie. Zunächst erfuhr ihre Schwester Marie, dann sie selbst die gute Nachricht: „Du bist Zweite geworden.“ Julia erhielt 21 Punkte.“ Ein tolles Ergebnis.

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