Braderup : Jugendraum-Pläne auf Eis

Helgard Wulf und Pastor Jens-Uwe Albrecht im Dachraum des  Pastorats.  Dort soll der Jugendraum entstehen. Foto: kon
Helgard Wulf und Pastor Jens-Uwe Albrecht im Dachraum des Pastorats. Dort soll der Jugendraum entstehen. Foto: kon

Material für den Ausbau liegt bereit / Für eine Feuerschutztreppe fehlen aber die Mittel

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15. Oktober 2011, 07:52 Uhr

Braderup | Das Projekt "Jugendraum" im Braderuper Pastorat liegt jetzt erst einmal auf Eis. Ohne Spenden geht es nicht weiter. Es hakt an der geforderten Feuer schutztreppe.

Für den Ausbau des Jugendraumes nebst Abstellkammer liegen Sachspenden bereit. Einen Zugang hat der Dachboden im Anbau am Pastorat bereits mit einer Holztreppe erhalten, die von einer Braderuper Familie gestiftet wurde. Weitere Sachspenden wie Dämm- und Baumaterialien sind eingegangen und lagern bereits unter dem Dach.

Dank der Spenden könnten die Bauarbeiten losgehen, wäre da nicht die Forderung nach einer Feuertreppe. An die war nicht gedacht worden. Die Treppe muss laut Vorschrift vom Bodenraum ins Freie führen. Helgard Wulf, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, legt Entwürfe vor. An der Stirnseite nach Westen befinden sich zwei Fenster. Da könnte eins zur Tür umgebaut und davor die Feuertreppe an einem Balkon angebracht werden. Eine weitere Überlegung wäre, das Dach aufzubrechen um von dort per Treppe ins Freie zu gelangen. "Es kommt auf den vorhandenen Platz an und natürlich auf die Kosten", sagte Helgard Wulf. Die geschätzten Kosten für die Tür/Treppe-Version liegen bei 8000 bis 9000 Euro, Geld, das die Kirchengemeinde nicht hat. "Vom Kirchenkreis ist keine Förderung zu erwarten, da gibt es andere Prioritäten", erklärt Pastor Jens-Uwe Albrecht. Vielleicht, so die Überlegung von Albrecht, gibt es ja irgendwo eine gut erhaltene Feuerschutztreppe, die abgebaut wurde oder wird, für die es keine Verwendung mehr gibt. "Die wäre uns auch sehr willkommen". Dann könnte das Projekt Jugendraum wieder in Gang kommen.

Der Raum wird dringend benötigt. Die Pfadfindergruppen mehren sich stetig und wissen eigentlich nicht so recht, wo sie abbleiben sollen im Pastorat. Nicht nur die gut 40 Kinder und Jugendlichen, die freitags Haus und Garten bevölkern, wünschen sich sehnlich einen Jugendraum.

Auch Pastor Jens-Uwe Albrecht und Pfadfinder-Stammesleiterin Britta Feldt würden es begrüßen, wenn die Gruppen einen eigenen Raum hätten. Nutzen würden ihn auch die übrigen Kindergruppen, die sich im Haus treffen. Und das sind viele, nachdem das Pastorat in Klixbüll für die Sanierung der Klixbüller Kirche verkauft werden musste. Seither nutzen auch die Klixbüller das Braderuper Pastorat.

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