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Mitbestimmung : Jugendliche wünschen sich Dönerbude

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Während eines Informationsnachmittags stellten Jugendliche aus Achtrup ihre Verbesserungsvorschläge für die Gemeindepolitik vor

Aufgrund der Verpflichtung aller Gemeinden, ihre Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen sieben und 18 Jahren an allen Angelegenheiten zu beteiligen, welche die Interessen dieser Altersgruppe betreffen, lud die Gemeinde Achtrup alle Mädchen und Jungen ihres Dorfes ein, im Gerätehaus der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr an einem Informationsnachmittag teilzunehmen. Acht Jungen im Alter von elf bis 14 Jahren nahmen dieses Angebot an und wurden vom Bürgermeister, Uwe Matthiesen, freundlich willkommen geheißen. Um allen erwarteten Fragen ihrer jungen Gäste gewappnet zu sein, hatten sich auch die Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport (SKS), Berit Hagen, sowie zwei weitere Angehörige dieses Ausschusses und Christa Petersen vom TSV Achtrup zu der Begegnung eingefunden.

Bürgermeister Matthiesen erläuterte den Gästen zunächst kurz, was sich hinter den Begriffen „Gemeinde“, „Amt“ und der „Landesregierung“ verbirgt und welche Funktionen diese ausüben, um ihnen sodann die Rechte und Pflichten von Kindern und Jugendlichen in Bezug auf die eigene Gemeinde zu umreißen. „Wir nehmen eure Wünsche und Anregungen ernst und werden uns bemühen, sie – so weit es uns möglich ist – zu realisieren. „Auf der anderen Seite,“ so Bürgermeister Matthiesen,“ erwarten wir von euch, dass ihr euch ins Gemeindeleben einbringt, sei es bei der Aktion „Sauberes Dorf“ oder als Melder beobachteter Sachbeschädigungen, damit ein wechselseitiges Geben und Neben entsteht. „Was unser Geld für die Erfüllung eurer Wünsche angeht, so sind unsere Mittel eng bemessen.“

Jörg Nielsen, bürgerliches Mitglied des SKS, erläuterte Letzteres: „Uns geht es dabei wie euch beim Umgang mit eurem Taschengeld. Man muss sich genau überlegen, wozu das vorhandene ausreicht und für welche Zwecke man es einsetzt.“ Einen Einblick in die Arbeit der Gemeindevertretung und die dort verhandelten Themen gab Berit Hagen. Danach befragt, welche Wünsche ihnen denn ganz obenauf lägen, zählten die Jungen unter anderem auf: eine Bank zum „Chillen“ auf dem Dorfplatz neben der Martin-Luther-Kirche, einen Soccerplatz auf Kunstrasen, eine Dönerbude und – besonders dringend – einen mit Fischen bestückten Angelteich. Tjark kam auf die Idee: „Vielleicht kann man ja im Multifunktionsgebäude auf dem Sportplatz oder in einer leerstehenden Wohnung einen Raum als Treffpunkt für Jugendliche einrichten.“ Eine Nachfrage, ob auch eine Aufstockung der Geräte auf den Spielplätzen gewünscht werde, führte zu keinen nennenswerten Äußerungen. Dagegen wurden für die Gestaltung des nächsten Sommerfestes ganz konkrete Vorschläge unterbreitet: Spielmobil, Kicker, Bullenreiten, Hüpfburg und die Wiederherstellung des einstigen Feldes für „Fußballtennis“. Das Angebot, eventuell seitens der Gemeinde Ausflüge mit Kindern und Jugendlichen durchzuführen, löste eine Flut von Vorschlägen für Ziele aus: Eis-Disco in Flensburg, Kletterpark in Eckernförde, ein Maislabyrinth und andere. Mit der Bitte an die Kinder, ordentlich die Werbetrommel zu rühren, damit sich zum nächsten Informationsnachmittag mehr, insbesondere auch ältere Jugendliche einfinden, leitete der Bürgermeister über zum abschließenden Verzehr von Grillwürsten.



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erstellt am 11.Nov.2014 | 05:00 Uhr

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