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Frisch renoviert : Jugendheim Haidburg erstrahlt in neuem Glanz

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ein Rentner-Team hat das Ferienhaus für Jugendliche frisch saniert. Morgen reisen die ersten Gäste in Süderlügum an.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2017 | 10:47 Uhr

Die umfangreichen, vorläufigen Sanierungsarbeiten an dem im Süderlügumer Forst gelegenen Ferienhaus Jugend-Haidburg gehen dem Ende entgegen. Das ist auch notwendig, denn am morgigen Gründonnerstag werden 30 Jugendliche einer Pfadfindergruppe als erste die frisch renovierten Räume wieder beziehen. In dem 1922 – durch die damaligen Wandervögel der deutschen Realschule Tondern – errichteten Gebäude, war im Laufe der Jahre aus Geldnot nur das Notwendigste gemacht worden und somit ein großer Sanierungsbedarf entstanden.

Seit Oktober 2015 haben sich deshalb sechs „ältere Herren“ als selbst ernanntes Rentner-Team zusammengetan, um mit eigener Arbeitskraft und dem Einwerben zahlreicher Geld- und Sachspenden in Form von Bau-Materialien die Haidburg sukzessive wieder zu neuem Glanz zu erwecken. Das Rentner-Sechstett mit Manfred Dickert, Hans-Joachim und Peter Christian Hansen, Horst Grabow, Wolfgang Biller und Carsten Dinsen Andersen hat mit Hilfe ihrer Ehefrauen und weiterer Fachkräfte wie Peter Schacht, Harald Grabow, Erik Möller und Jürgen Petersen inzwischen ganze Arbeit geleistet.

Manfred Dickert zeigt stolz einen der drei renovierten Schlafräume
Manfred Dickert zeigt stolz einen der drei renovierten Schlafräume
 

Unterstützt wurde das Team dabei von zahlreichen Handwerksfirmen aus der Region, die dort zum Selbstkostenpreis oder sogar unentgeltlich arbeiteten und dazu oft auch die Materialien spendeten. Dazu sind im Laufe der Zeit Geldspenden von Firmen, Privatleuten und auch zahlreichen Gemeinden der Region unter dem Motto „Wir sind Südtondern!“ eingegangen. Mit den Sachspenden werden diese auf zusammen etwa 100  000 Euro beziffert.

„Wir sind von der Spendenbereitschaft der Leute und Kommunen überwältigt und bedanken uns recht herzlich,“ sagten Manfred Dickert und Jochen Hansen unisono. So konnte in den letzten eineinhalb Jahren viel im und am Gebäude passieren: Totalerneuerung der Außenanlagen mit Pflasterung, Fußbodenerneuerung in den drei Schlafräumen und der Treppe, Totalsanierung des Nebengebäudes einschließlich des Daches. Auch das Dach des Hauptgebäudes wurde erneuert und isoliert sowie mit neuen Fenstern ausgestattet. Zudem wurde das Mauerwerk verfugt, der Westgiebel versiegelt sowie die Elektroanlage erneuert und die Waschräume frisch gemacht.

In den Duschen wird von den Firmen letzte Hand angelegt.
In den Duschen wird von den Firmen letzte Hand angelegt.
 

„Die ganzen Kleinarbeiten gar nicht mitgerechnet,“ so ein stolzer Manfred Dickert. Insgesamt sind dabei von allen ehrenamtlichen Helfern mittlerweile über 3300 Arbeitsstunden geleistet worden. Von den ursprünglich auf rund 200  000 Euro geschätzten Sanierungskosten sind derzeit Arbeiten im Wert von knapp 170  000 Euro abgeschlossen, schätzt das „Rentner-Team“. Aber auch für die Zukunft gibt es noch viel zu tun, sind sich alle einig. So müssen noch alle Fenster und zahlreiches Inventar erneuert werden. Auch der Einbau einer kostengünstigen Heizungsanlage ist geplant, damit auch bei Leerstand im Winter eine Grundwärme im Gebäude herrscht. Derzeit dienen lediglich der große mit Holz zu befeuernde Kamin und nur bei Bedarf Elektro-Radiatoren als Heizquellen.

Eine weitere Vision schwirrt auch noch in den Köpfen der rührigen Macher: Im Rahmen der Inklusion wollen sie das Gebäude barrierefrei machen. Bis zum hundertsten Jubiläum im Jahr 2022 könnten einige dieser Pläne umgesetzt sein, hoffen die Macher.

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