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Jubiläum : Jugendfeuerwehr Uphusum-Holm feiert 40. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Wehr bejubelt am Sonnabend ihren runden Geburtstag. Neuer Einsatzwagen für die jungen Kameraden im Mittelpunkt der Party.

Uphusum | Seit 1977 existiert eine eigene Jugendfeuerwehr in Uphusum-Holm. Ein guter Grund für eine wunderschöne Feier im Gemeinschaftshaus in Uphusum, die mit der Übergabe eines neuen Fahrzeugs für die jungen Kameraden verbunden wurde. Das Motto, das am Sonnabend die Richtung vorgab lautete: „Neben den feuerwehrtechnischen Aktivitäten steht bei uns der Spaß und die Kameradschaft im Vordergrund!“. Die Jugendfeuerwehr Uphusum-Holm ist eine Marke im Norden. Angetreten war das halbe Dorf, als am frühen Abend die Zeremonie der Fahrzeugübergabe begann. Das Wort hatte zunächst Hauptbrandmeister Herbert Krüger, der die Jugendfeuerwehr vor 40 Jahren gegründet hat. Er war es auch, der die Anschaffung des brandneuen Ford Transit (Foto) in die Wege leitete.

„Da konnten die Gemeinden ihre Unterstützung nicht verweigern“, sagten die Bürgermeister von Uphusum und Holm, Helmut Stender und Günter Jürgensen. Amtsvorsteher Peter Ewaldsen zollte großes Lob: „Das gibt es nur auf dem Lande, das gibt es nur bei der Feuerwehr dass hier bei der Anschaffung des Fahrzeugs alle an einem Strang ziehen, Unternehmer sich großzügig zeigen, viele Einzelpersonen selbstlos mithelfen.“ Er wandte sich direkt an die unter der Leitung von Jugendwartin Melanie Jessen komplett angetretene Jugendfeuerwehr. „Ihr bekommt keine alte Schlorre, sondern ein ganz neues Fahrzeug, damit ihr immer sicher nach Hause kommt.“ Die Schlüsselübergabe von Bürgermeister Helmut Stender über Gerätewart Hans-Gerhard Hansen bis zu Melanie Jessen wurde von starkem Beifall begleitet. Das Auto stand im Mittelpunkt des Interesses: Herbert Krüger hatte viele Unterstützer gefunden, um die Kosten gering zu halten. Unter den Spendern waren unter anderen der Fordhändler Hubertus Brauer mit Ane Christansen aus Niebüll über den Kfz-Service Jürgen Bartelsen aus Tinningstedt mit René Peister und Werner Detlefsen sowie die Tischlerei Alfred Petersen in Braderup. Bei der Fahrzeugvorstellung zeigte Herbert Krüger interessierten Besuchern voller Anerkennung und Freude, wie professionell alle gearbeitet haben. „Besser geht es nicht“, lautete das Kompliment der anwesenden Fachleute. Neun Personen können bei Einsätzen mitfahren; so wird der Wagen auch von den Erwachsenen genutzt. Nachdem mit enormer Lautstärke das Martinshorn ausprobiert wurde, begann die eigentliche Feier mit einem reichhaltigen Buffet im Gemeinschaftshaus. Jugendwartin Melanie Jessen begrüsste schwungvoll und rasant die Vertreter der Gemeinden, der benachbarten Wehren und anderer beteiligte Verbände wie DRK. Viel Beifall erhielten die Freunde aus Hojer und Tondern, die unbürokratisch mit Einsatzkräften helfen, wenn Not am Mann ist. Wehrführer Klaus Dieter Busch betonte die Leistungsstärke der Jugendfeuerwehr, die viele Leistungsspangen aufweisen könne und die Basis für die Freiwillige Feuerwehr im Ort sei.

„Rund drei Viertel der heutigen Truppe stammt aus unser Jugendfeuerwehr!“ Bürgermeister Helmut Stender erklärte, dass guter Brandschutz zwar Kosten verursache, aber unabdingbar sei. Er lobte wie alle Vorredner Herbert Krüger. „Er kennt so viele Leute, Firmen und Menschen, die freiwillig Arbeitszeit spenden, Preisnachlass geben.“ Holms Bürgermeister Günter Jürgensen verwies auf die Erfolge und die große Trophäensammlung der Jugendfeuerwehr, ehe Helmut Stender aus der Historie berichtete und allen Freiwilligen dankte. Kreiswehrführer Christian Albertsen leitete einen weiteren Höhepunkt des Abends ein. Heike Krüger, Gattin des stellvertretenden Amtswehrführers, Herbert Krüger, bekam die höchste zivile Auszeichnung der Feuerwehren, die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille, überreicht. „Heike Krüger hat 40 Jahre lang für die Jugendfeuerwehr tatkräftig Zeltlager, Weihnachtsbasare, Grillabende Wettkämpfe und Stiftungsfeste organisiert oder mitgestaltet. Sie widmete einen großen Teil ihrer Freizeit der Jugendfeuerwehr.“ Ihre Weihnachtsbasar-Arbeit beginne bereits Monate vorher. An Kreis- und Amtszeltlagern nahm sie 35 Jahre lang als Betreuerin teil, trotz eigener Kinder, sie kochte, arbeitete Wanderungen aus, hatte ein offenes Ohr. „Durch die Einnahmen des Basars wurden nicht nur tolle Erlebnisse bezahlt, auch das neue Fahrzeug wurde mitfinanziert“, so Christian Albertsen.

Die Glückwünsche zum 40-jährigen Bestehen setzte sich fort. Amtswehrführer Oliver Jacobsen gratulierte ebenso wie Paul Johann Friedrichsen für die Kreis-Jugendfeuerwehr. Michael Bruch (Jugendwart in Leck, für die Jugendfeuerwehr Amt Südtondern) überreichte als Präsent Fotos vom Zeltlager. Mit viel Musik konnte danach die Party richtig beginnen. Gefeiert wurde standesgemäß bis tief in die Nacht.

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