zur Navigation springen

Jobsuche: Künftige Azubis haben viele Möglichkeiten

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Es war eine Premiere: Die Berufsberatung in der Agentur für Arbeit Niebüll veranstaltete einen ersten Elterntag. Erwachsene und Schüler konnten sich vor Ort umfassend informieren. Es war ein gelungener Tag; die Berater freuten sich über die gute Resonanz; zu Wartezeiten kam es kaum. Antworten gab es auf Fragen wie „Wo gibt es noch freie Ausbildungsplätze“, „Was bietet der regionale Ausbildungsmarkt?“ und mehr. „Ich habe bereits elf Gespräche geführt“, berichtet Berater Jan Ove Knudsen gegen Mittag. „Es erschienen auch zahlreiche Eltern ohne ihre Kinder.“ Offen blieb zumeist, warum die Jugendlichen nicht dabei waren. Nun, es war ja schließlich Elterntag; die Ansage wurde wörtlich genommen.

Die Acht- und Neuntklässler haben heutzutage viele Möglichkeiten. „Sie können über verschiedene Wege bis zur Fachhochschulreife und Abitur geführt werden“, erklärt Jan Ove Knudsen. Doch „Parken in der Schule“ bringt nicht immer etwas; eine Ausbildung bietet einiges. Hier ist beispielsweise Sylt mit zahlreichen Angeboten in der Gastronomie weit vorn. Fragen über Fragen – daher hatten auch die Berufsberaterinnen Corinna Gonnsen, Sünje Christiansen und Cordula Jörgensen, Fachberaterin für akademische Berufe und EURES, viel zu tun. Wie sieht es bei den Akademikern aus? „Das Studium in Dänemark ist für viele interessant“, erfuhr Cordula Jörgensen in den diversen Gesprächen.

Birgit Matzen aus Leck will studieren; ihre Tochter ebenfalls. Simone Paulsen aus Niebüll war mit ihrem Sohn Oke (15 Jahre) vor Ort. Er besucht die Regionalschule und hat für 2015 einen Ausbildungsplatz in Aussicht. „Wir suchen heute nach Plan B, wenn es mit dem Ausbildungsplatz doch nicht klappt“, erzählt Simone Paulsen. Carola Hansen und Tochter Manon (16 Jahre) hatten sich aus Neukirchen auf den Weg gemacht. Manon und ihre Zwillingsschwester besuchen den G8-Zweig am Gymnasium. Carola Hansen: „Wenn sie 2016 Abi machen, gehören sie zum doppelten Abiturjahrgang. Jetzt überlegen wir, ob sie zunächst einmal als Au pair ins Ausland gehen.“ Manon möchte gerne in Frankreich arbeiten.

Sabine Nissen aus Niebüll hatte einen ausgefeilten Fragenkatalog ihres Sohnes dabei. „Er muss heute arbeiten“, sagte sie als Begründung für sein Fehlen. „Er macht im kommenden Jahr Abitur und schwankt bei der Studienplatzwahl zwischen sozialer Arbeit und Sozialpädagogik.“ Besucher Timon Christiansen (13) aus Niebüll hat sein Berufsziel bereits fest im Blick: Der Beruf des Architekten interessiert ihn. Doch, wie kommt er da hin? Klassische Bauberufe wären möglich – so sein Berater Jan Ove Knudsen – aber auch als Bauzeichner könnte er starten.

Alle Informationen werden nun erst einmal verdaut; in die Agentur für Arbeit Niebüll kann man nach Terminabsprache jederzeit wiederkommen. Denn: „Auch zukünftig werden wir ein Beratungsangebot für Eltern bieten“, so Berufsberaterin Sünje Christiansen abschließend.

zur Startseite

von
erstellt am 22.Sep.2014 | 08:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen