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Jeden Montag steht das Strick-Café des Sozialverbands offen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 09.Dez.2013 | 00:34 Uhr

Der Sozialverband Deutschland gehört zu den ältesten sozialpolitischen Verbänden in Deutschland. Im Süderlügumer Ortsverband – mit inzwischen 385 Mitgliedern (Durchschnittsalter knapp 65 Jahre) – einer der größten Vereine im Grenzort, haben sich die jüngeren Mitglieder zum sogenannten Montagstreff zusammengeschlossen. „Es ist schwierig, über 70-jährige hinter dem Ofen hervorzulocken und für etwas Neues zu begeistern“, haben Silke Jessen, Monika Hansen und Annemarie Bossen festgestellt. Das Dreierteam erarbeitet für die Treffen jeden 2., manchmal auch 3. Montag im Monat eigene Angebote, die gern angenommen werden. Sie organisieren beispielsweise Bowlingfahrten, Vorträge und planen Fahrradringstechen. Nun aber hat sich eine zweite Montagsrunde gebildet, die sich „Strickcafé vom SoVD“ nennt. Jeden 1. Montag im Monat kommen Vereinsfrauen (Männer sind auch willkommen) im Süderlügumer Gemeindehaus in lockerer Runde zusammen, um gemeinsam zu stricken. „Altersmäßig sind hier keine Grenzen gesetzt“, erklärt Annemarie Bossen während der dritten Zusammenkunft. „Jeder ist willkommen“.

Elf Frauen sitzen am Tisch, vor sich ihr Handarbeitszeug und etwas Warmes zu trinken. Ihre Nadeln klappern vergnügt in unterschiedlichem Tempo. Unter ihren geschickten Händen entstehen warme Mützen, Schals, Strümpfe, Filzpuschen und Filztaschen. Annemarie Bossen hilft ihrer Tischnachbarin bei einem Strickproblem. „Wir geben unsere Erfahrungen gern vor allem an die jungen Vereinsmitglieder weiter“, sagt sie

Heute werde den Kindern in den Schulen kaum noch Stricken und Häkeln beigebracht. Auch Mütter sind oftmals nicht mehr in der Lage, die Technik von Handarbeiten zu vermitteln. Im Stickcafé gibt es den Unterricht umsonst und obendrein viel Spaß, denn auch die Kommunikation wird natürlich kräftig gefördert.

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