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1. Niebüller Tanz- und Shownacht : Jede Menge Glanzlichter zur Premiere

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Isländerin Havsid Halgrimsdottir sowie das Profi-Tanzpaar Sarah Latton/ Stefan Erdmann waren Gäste.

Eine Region wie sie feiert, tanzt und schier aus dem Häuschen ist: die Stadthalle erlebte sie am Sonnabend mit der 1. Niebüller Tanz- und Shownacht als ein Event, das an große Feste in der Vergangenheit anknüpfte. „Das soll eine Fete werden, zu der alle hinwollen“, hatte Initiatorin Sonja Stümer vor dieser Veranstaltung gesagt.

Sie sollte recht behalten. Denn schon drei Tage nach Ankündigung im Nordfriesland Tageblatt waren alle 480 Tickets vergriffen, war die Tanz- und Shownacht restlos ausverkauft – eine lange Warteliste gab es obendrein. Die Zugnummern? Deren gab es eine ganze Reihe – vom Wunsch, einmal ganz chic und gepflegt auszugehen, bis zum Verlangen, ein schönes Fest zu erleben, auf das sich die Leute aus der Stadt und Umgebung freuen und in dem auch das Wir-Gefühl zum Tragen kommt und das Völkchen der Friesen einmal ganz ausgelassen „fröhliche Urständ“ feiert. Das war es beileibe nicht allein. Angesagt waren Spitzenleistungen aus dem Genre des Tanzes von lokaler bis zu deutscher Spitzen- und gar Weltklasse. Denn: Sonja Stümer bezog in ihre Gastgeberrolle die frisch gebackenen VC- und HipHop-Weltmeister mit ein. Es gab also eine ganze Menge zu feiern. Der Festball in der Stadthalle hatte „was“ – etwas, das geraume Zeit im Verborgenen schwebte und jetzt spektakulär an die Oberfläche schoss. Die Renaissance früherer Highlights erstrahlte in neuem Glanz.

Der Abend in der Stadthalle war nicht nur ein Abend der Niebüller. Blickte man in die Runde, so war es die Region, die mit den Niebüllern feierte, an deren Spitze Bürgermeister Wilfried Bockholt, der voller Lob über die Fete war und von einem toll gelungenen Fest schwärmte. Aus Leck feierte Bürgervorsteher Andreas Deidert ebenso mit. Irgendwie sah man Vertreter aus allen Harden – aus ganz Südtondern eben und sogar Frank Hansen, Områdeleder (Gebietsleiter) der Aabenraa Komune.

Das Programm des Abends: Zuerst stellte sich das Tanzstudio Stümer mit Tänzern aller Altersgruppen, die schon mal neugierig machten auf das, was kommen würde. Die „Brave Bags“, ein Frauen-Quintett, eingehüllt in verschiedenfarbige Hüllen, sorgten für die erste Überraschung. Die Damen konnten einander zwar nicht sehen, tanzten aber eine harmonische Nummer, die nicht nur heiteres Schmunzeln auslöste, sondern mit Synchronität und Harmonie bestach. Die Isländerin Havsid Halgrimsdottir, seit zweieinhalb Jahren in Nordfriesland und Teilnehmerin des Voice-of-Germany-Contests bei „Pro Sieben“, gab Kostproben aus ihrem Gesangsrepertoire.

Erste große Glanzlichter setzte das Profi-Tanzpaar Sarah Latton/ Stefan Erdmann. Die beiden tanzen seit 2002 zusammen, seit 2004 in der Profiliga und sind auf die Lateindisziplinen spezialisiert und mehrfache Deutsche Meister. In zwei Acts zeigten sie das klassische Latein-Repertoire und eine begeisternde Kür. Sonja Stümer lernte Sarah Latton bei einer Fortbildung in Mannheim an der Bar kennen. Die beiden harmonierten auf Anhieb miteinander – zuerst professionell, dann von Frau zu Frau. „Wir kommen nach Niebüll“, antwortete sie auf eine Einladung von Sonja Stümer. Obendrauf hielten Latton/Erdmann im Studio Stümer am gestrigen Sonntag noch einen Tanz-Workshop ab. Die Teilnehmer des Abends werden dem Paar noch lange hinterher blicken – und Sarah Latton vielleicht bei „Lat’s Dance“ auf RTL wiedersehen.

Zweiter und letzter Höhepunkt war der Auftritt der Weltmeister, die ihre Choreografie von ihrem Auftritt in Cervia an der Adria tanzten, von rauschendem Szenenapplaus begleitet wurden und sich in Topform präsentierten. Der Abend, der mittlerweile zur Nacht geworden war, klang aus mit der Verlosung einer gut bestückten Tombola und Bekanntgabe des Ergebnisses einer originellen Auktion. Die Erlöse kamen teils der Carl-Ludwig-Jessen-Schule, teils der Reisekasse der Tanzformationen zugute. Nicht zu vergessen, dass bis morgens gegen drei getanzt wurde und die Rendsburger Dreeßen-Band tolle Musik dazu lieferte. Und: Fortsetzung folgt. Denn: für 2015 ist schon die zweite Niebüller Tanz- und Shownacht in Vorbereitung, vielleicht etwas anders, aber mit Sicherheit, wie der Niebüller Bürgermeister meinte, genauer so wunderschön wie die erste.

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erstellt am 03.Nov.2014 | 05:15 Uhr

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