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Nordfriesland Tageblatt

20. Oktober 2017 | 02:34 Uhr

Jede Menge Dockschwalben an Bord

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Galmsbüller Laienspieler sorgten mit ihrem neuen Stück beim Feuerwehrfest für eine tolle Stimmung

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2016 | 19:54 Uhr

Draußen ungemütliches Wetter mit Schneeregen und stürmischem Wind von See her. Aber drinnen im Landjugendheim war es urgemütlich, herrschte gute Laune und wurde viel gelacht. Es war mal wieder Feuerwehrfest. Wehrführer Franz Hermann Petersen grüßte eine „volle Hütte“ und mittendrin Feuerwehrfreunde aus Niebüll, Langstoft und Dagebüll, eine Abordnung der Landjugend und drumherum Bürger aus den Kögen der Flächengemeinde mit den weiten Wegen von A nach B. Das Feuerwehrfest ist seit Jahr und Tag eine zentrale Veranstaltung, auf der man sich wenigstens einmal im Jahr sieht – und dann auch noch in bester Stimmung.

Für diese sorgen stets die Galmsbüller Laienspieler, alljährlich darum bemüht, ihren treuen Anhängern immer etwas Neues, Lustiges zu bieten, sie gut zu unterhalten und zum Lachen zu bringen. „Dütt Mol harrn wi uns dat nich licht mookt“, verriet Telse Brodersen, die nach langer Suche beim Bremerhavener „Schriever“ Harald Ricklefs (Jahrgang 1935) fündig wurde. Der Autor fuhr zur See, war im Bremerhavener Hafenamt tätig und machte sich als Marinemaler einen Namen. Offenbar basierte sein Schwank auf Erfahrungen und Sehnsüchten eines Fahrensmannes, den auf langer, großer Fahrt Sehnsüchte nach seiner Liebsten quälten. Doch den Autor reizte wohl mehr die lustige Seite dieses Problems. Er wählte sich als Ort der Handlung ein Containerschiff, das im Hafen festgemacht hatte, und auf diesem die Kapitänskajüte. Die Handlung wurde „losgetreten“ durch eine Anordnung der Reederei, die es Besatzungsmitgliedern gestattete, weibliche Begleitung auf „große Fahrt“ mitzunehmen. Daraus ergaben sich Verwicklungen, sodass statt der echten Begleiterinnen auch Damen des horizontalen Gewerbes an Bord kamen – sogenannte „Dockschwalben“ wie Speckschwalben-Nelly oder die Rote Jette. Diese Damen wollte der Kapitän jedoch schnell wieder von Bord haben. Betroffen waren auch Steuermann Behrens und seine Elke. Die Handlung nahm schnell Fahrt auf. Es gab Verwicklungen, Missverständnisse und „Seemannsknoten“, die sich aber am Ende auflösten.

55 Minuten Turbulenz (auf der mobilen Bühne) und Lachen (unten im Saal) waren wie im Fluge vorüber – und der Grundstein für einen fröhlichen Abend gelegt. Doch bevor es weiterging, wurden Telse Brodersen, Peter Carstensen und Arne Weih für langjährige Mitwirkung in der Laienspielgruppe geehrt. Erste Gratulanten waren die aktuellen Mitspieler Ove Brodersen, Monika Stümer, Lena Knaack sowie Heike und Wiebke Carstensen sowie der für die Technik zuständige Gerhard Liebig.

Von der Feuerwehr war an diesem Abend nur wenig zu hören, außer, dass sie zurzeit 25 Einsatzkräfte zählt, ihre Pflichtübungen wie Training und Atemschutzausbildung gut im Griff hat und im Übrigen am 12. Februar auf Blocksberg bei ihrer Generalversammlung mehr von sich berichten wird. Aber einen offiziellen Akt gab es doch noch, bevor der zwanglose Teil des Abends „in See stach“. Hauke Johannsen wurde für zehnjährige Mitwirkung geehrt – und Senior Carl Jacobsen (mittlerweile 96 Jahre alt) für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Wehr. Bürgermeisterin Sinje Stein überreichte Wehrführer Franz Hermann Petersen das vom Innenminister verliehene Brandschutzehrenzeichen in Silber. Für 25-jährige verdienstvolle Jahre in der Feuerwehr, wie es in der Urkunde hieß.

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