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Hilfe aus der Luft : Jäger in Risum-Lindholm bekommen eine Drohne

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeinde schießt 6000 Euro zu. Spezialkamera des Luftfahrzeugs soll Rehkitze im hohen Gras ausmachen.

shz.de von
erstellt am 20.Jul.2017 | 03:43 Uhr

Die drei Jagdgemeinschaften sowie die beiden Freiwilligen Feuerwehren in Risum–Lindholm bekommen einen Zuschuss beim Kauf einer Drohne. 6000 Euro will die Gemeinde zu dem 10  000 Euro teuren unbemannten Fluggerät beisteuern. Das hatten die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung am Dienstag einstimmig beschlossen. Mit der Wärmebildkamera des Luftfahrzeugs – das autark durch einen Computer oder vom Boden über eine Fernsteuerung betrieben und navigiert werden kann – sollen vor der Mahd unter anderem Rehkitze in den Wiesen ausgemacht werden. Bisher würden die Kleinen teilweise auch mit Hilfe von Hunden gesucht. „Die Tiere müssen mit der Hand aus den Wiesen gesammelt und am Rand abgelegt werden, damit sie nicht von den Mähmaschinen überrollt werden“, sagt Bürgermeister Hauke Christiansen.

Von Mai bis Juli lägen die noch unselbstständigen Tieren versteckt im Gras. „Mit der Drohne kann man schnell und effektiv die Fläche absuchen“, sagt der Bürgermeister. Ziel sei es, die Kitze vor Verletzungen oder dem Tod zu bewahren, denn eine Aufgabe der Jäger sei es unter anderem, das Wild zu schützen und darauf zu achten, dass es keinen Schaden nimmt. Auch die Arbeit der rund 100 freiwilligen Feuerwehrleute im rund zehn Kilometer langen Ort soll mit Hilfe der Drohne erleichtert werden. Die Spezialkamera kann dabei helfen, Glutnester in brennenden Häusern schneller zu orten. Auch vermisste Personen können mit der Drohne leichter gefunden werden, wenn sie einen zuvor abgesteckten Bereich systematisch abfliegt, sagte ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr am Tag nach der Sitzung. Im nächsten Schritt sollen einige Mitglieder der Feuerwehr sowie Jäger von Experten geschult werden, um den richtigen Umgang und das Flugverhalten der Drohne zu lernen.
 

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