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Nordfriesland Tageblatt

17. Dezember 2017 | 21:01 Uhr

Internationale Gäste in Leck

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Erstmals sind beim Sommerkursus an der Nordsee Akademie auch zwei Vertreter aus Lecks neuer Partnergemeinde dabei

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2015 | 05:00 Uhr

„Wir freuen uns, dass Sie da sind. Genießen Sie Leck und nehmen Sie die guten Eindrücke mit nach Hause“, wünschte Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn. Im Rathaus empfing er die Teilnehmer des 34. Internationalen Sommerkurses der Nordsee Akademie und kam mit den 21 Gästen aus sieben verschiedenen Nationen ins Gespräch.

Die Begegnung junger Leute in der Nordsee Akademie hat eine lange Tradition. Zur guten Tradition ist aber auch das Treffen mit dem Bürgermeister geworden, zu dem sich dieses Mal der Bürgervorsteher Andreas Deidert gesellte. „Bitte melden Sie sich, wenn ich zu schnell spreche“, forderte Langbehn auf. Doch es hob sich keine Hand, die Kursteilnehmer hörten aufmerksam zu, als der Bürgermeister die Gemeinde Leck mit seinen 7500 Einwohnern vorstellte. Er erklärte die politischen Strukturen und die wirtschaftliche Lage, sprach von der Schullandschaft und den sechs Kindergärten, dem größten Arbeitgeber, der Druckerei Clausen & Bosse, den 100 Vereinen mit ihren unterschiedlichsten Aufgaben, der Nordsee Akademie mit seinen 14  000 Kursteilnehmern im Jahr, dem Erlebnisbad als Attraktion, der Bundeswehr und ihrer Entwicklung im Standort und vieles mehr.

In seinem Rundumschlag informierte Langbehn über den Wunsch, den Flugplatz umzuwidmen und dort Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Damit wolle man nicht zuletzt der Demografie entgegenwirken und den Altersschnitt senken. Auch zu einem anderen Problem nahm er Stellung: „Es leben derzeit 120 Asylbewerber in Leck. Wir müssen Sorge tragen, diese Menschen gut aufzunehmen und zu integrieren.“ Die Aufnahme der Flüchtlinge bedeute eine Herausforderung, und man hoffe, hierbei einen guten Weg zu finden. Bürgervorsteher Andreas Deidert knüpfte an vielen Ausführungen an und wollte insbesondere verstanden wissen: „Leck ist eingebunden in gute Nachbarschaften und wir pflegen sehr gute Kontakte über die dänische Grenze hinweg.“

Die Fragen der Teilnehmer drehten sich um Parteien und Politik und Ziele ihrer Arbeit. „Wir möchten der Bevölkerung ein gutes Zuhause bieten, vernünftige Wohnungen und vernünftige Arbeitsplätze“, sagte Langbehn. Anna Popova aus Pensa fragte: „Möchten Sie eine Partnerschaft mit einer russischen Gemeinde abschließen?“ Der Bürgermeister verwies auf die litauische Partnerstadt Birstonas sowie auf die jüngste Partnerschaft mit der polnischen Stadt Skarszewy und meinte: „Diesen Partnerschaften muss man gerecht werden, eine weitere abzuschließen würden wir momentan nicht leisten können.“

Aus Boleslawowo, einem Stadtteil von Skarszewy, sind Justyna Zaborowska und Krystian Ciesielski angereist. Die beiden Studenten der dortigen Landwirtschaftsschule profitieren von der Lecker Bürgerstiftung „Füreinander – Miteinander“, die die Kursgebühren gesponsert hat. Mit dabei sind ebenfalls zwei Teilnehmer aus Niebülls Partnergemeinde Ploty/Polen. Um die Minderheiten in der Grenzregion geht es insbesondere Kristina Ogonyants aus Usbekistan. Sie ist Promoventin an der Uni Jena und wird ihre Doktorarbeit über dieses Thema schreiben.

Den weitesten Weg hatten Oybarchin Parmanova und Anvat Axmedov aus Usbekistan auf sich genommen. Sie erhielten vom Bürgermeister eine Chronik über Leck.

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