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Soziale Stadt : Innenministerium erweitert Lecks Förderfläche

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Leck-Osten wird noch umfangreicher aufgewertet.

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2016 | 10:36 Uhr

Erneut kann sich Leck über positive Nachrichten seitens des Innenministeriums freuen. Denn jüngst wurde das für das Förderprogramm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ vorgesehene Gebiet in Leck-Osten rund um die Wikinger-Straße vom Ministerium des Landes Schleswig-Holstein großzügiger umrissen. Die Fläche, die durch verschiedene städtebaulichen Maßnahmen künftig aufgewertet werden soll, ist nun größer. Die Grenzen liegen im Westen im Propst-Nissen-Weg, im Osten im Hyholmer Weg und reicht von den Bahnschienen (Norden) bis zur Osterstraße (Süden). Das bedeutet, dass beispielsweise das Wohngebiet Osterkoppel und etliche Einfamilienhäuser an anderer Stelle mit aufgenommen wurden. „Und das ist sehr von Vorteil“, lobte Bürgervorsteher Andreas Deidert im Ausschuss für Soziales, Tourismus und Wirtschaft. „Die Hauseigentümer können bei Sanierungen oder ähnliches Fördermittel beantragen.“

Zur Erinnerung: Oktober 2014 hatte die Gemeinde einen Antrag für das Förderprogramm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ gestellt – und im Herbst letzten Jahres einen positiven Bescheid vom Innenministerium bekommen. Leck ist mit 150  000 Euro in der Programmaufstellung der Städtebauförderung gelistet. Ein Drittel davon, also 50  000 Euro, trägt die Gemeinde selbst, 100  000 Euro schießen Land und Bund dazu. „Die Freude ist groß, das ist wie ein Sechser im Lotto“, sagte damals Lecks Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn, denn das Gebiet um die Wikingerstraße sorgt schon länger die Gemeinde. Es habe sich zu einem „polizeiauffälligen gemeindlichen Problemgebiet“ entwickelt, in dem sich „städtebauliche, wirtschaftliche und soziale Probleme“ konzentrierten, hieß es schon im Antrag der Gemeinde. Weg von der Stigmatisierung und hin zu einem Quartier, in dem die Bürger gerne wohnen – das verspricht sich die Gemeinde nun vom Förderprogramm. Gern stimmten daher die Politiker im Ausschuss für Soziales, Tourismus und Wirtschaft der Erweiterung seitens des Ministeriums zu. Die Verwaltung soll nun das erforderliche integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (IEK) in Auftrag geben.

Weiterhin beschlossen die Politiker, im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms in Leck-Osten einen Mehrgenerationenspielplatz als gemeinsamen Erlebnisraum zu schaffen. Hintergrund: Aufgrund der demographischen Entwicklung wird sich der Anteil der älteren Mitbürger bis 2030 erhöhen. Um die Mobilität und Beweglichkeit der älteren Generation zu stärken und darüber hinaus einen generationsübergreifenden Kommunikationsraum vorzuhalten, soll ein Mehrgenerationenspielplatz entstehen. Das bietet sich im Bereich der Wikinger Straße an, denn die Förderung des sozialen Zusammenhalts und Integration aller Bevölkerungsgruppen ist unter anderem in den Zielen des Förderprogrammes festgehalten.

„Es ist verlockend, dieses Projekt in die Städtebauförderung zu packen“, sagte Annemarie Carstensen (SPD). Sie äußerte jedoch ihre Bedenken, dass der Platz zwischen den Häusern den Eindruck vermitteln wird, es sei ein Privatgrundstück, und forderte: „Im Augarten ist dieser Platz sichtbar und für alle nutzbar.“ Auch der Seniorenbeirat riet, den Mehrgenerationenspielplatz beispielsweise im Augarten oder am Rathaus zu installieren. Dem entgegnete Andreas Deidert (CDU): „Im Lecker Osten erreichen wir eine große Bevölkerungsschicht. Wenn sich dieser Platz bewährt, können wir noch andere Projekte dieser Art in Angriff nehmen.“ Man habe den Leck-Osten als Standort ausgesucht, um das Gebiet aufzuwerten, hieß es weiter. „Ich halte das für ein gutes Signal, um Förderung zu bekommen für eine schicke Sache.“

Im Rahmen des Förderprogramms sollen über einen Zeitraum von fünf Jahren verschiedene Maßnahmen zur Aufwertung des Quartiers erfolgen.

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