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Netz für Ladelund : Initiative wirbt für Fernwärmenetz

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeindevertretung Ladelund hat entschieden, dass das Markttreff-Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen werden soll.

von
erstellt am 01.Apr.2014 | 09:45 Uhr

Mit der freudigen Mitteilung, die örtlichen Jagdpächter hätten der Gemeinde Ladelund mit drei Spenden finanziell unter die Arme gegriffen, eröffnete Bürgermeister Rüdiger Brümmer die jüngste Sitzung seiner Gemeindevertretung. 1 500 Euro wurden für die Unterhaltung der Grandwege, 500 Euro für Baumpflanzungen und 300 Euro für die Gestaltung der Weihnachtsfeier 2014 der älteren Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung gestellt. Dafür sprach das Gemeindeoberhaupt den Geldgebern Dank und Anerkennung aus. Seinen eigenen Bericht legte R. Brümmer in schriftlicher Form vor: als Auflistung von 53 Terminen, die er seit dem Ende der vorangegangenen GV-Sitzung im Interesse der Gemeinde wahrgenommen hatte. Die beantragte Anerkennung Ladelunds als „Ländlicher Zentralort“ sei leider beim Kreis Nordfriesland „hängengeblieben“, solle nunmehr aber zeitnah an das Land weitergeleitet werden.

Die Bürger Robert Hansen und Artur Andresen stellten ein geplantes Projekt zur Erstellung eines Fernwärmenetzes vor. Eine eigens für das Vorhaben gegründete Genossenschaft weist bereits 60 Mitglieder auf, benötigt jedoch für eine rentable Betreibung ihres Netzes dringend weitere Genossen, da eine rund 9,5 Kilometer lange Wärmeleitung gebaut werden muss, um alle bislang Interessierten anschließen zu können. Die Gemeindevertreter befassten sich mit der Frage, ob es machbar und ratsam sei, das Markttreff-Gebäude und/oder das Feuerwehrgerätehaus als gemeindliche Immobilien an das Fernwärmenetz anzuschließen. Es zeichnete sich ab, dass sich beim Anschluss des Markttreff-Gebäudes die Heizkosten zunächst nicht verbilligen werden, denn Einsparungen können sich erst ergeben, wenn Kredite für die Investitionen abgetragen sind. Das Feuerwehrgerätehaus anzuschließen, würde sich zum einen wegen der geringen Verbrauchsmenge, zum andern wegen des noch relativ neuen Heizungskessels voraussichtlich nicht lohnen. Es wurde darauf hingewiesen, dass das Wärmenetz ein „Netz für Ladelund“ werden und die Gemeinde sich deshalb solidarisch zeigen solle, um weitere Einwohner zu motivieren, der Genossenschaft beizutreten. Da der Heizkessel im Markttreff-Gebäude schon rund 20 Jahre alt ist, wird in absehbarer Zeit eine größere, etwa 8 000 Euro teure Investition fällig. Der Baukostenzuschuss für das Wärmenetz dagegen würde sich auf nur 3 000 Euro belaufen. Die Beteiligung an der Genossenschaft kostet 1000 Euro, wobei in der Planungsphase zunächst nur 100 Euro fällig werden. Nach gründlicher Abwägung aller Argumente fasste die Gemeindevertretung den einstimmigen Beschluss: „Das Markttreff-Gebäude soll an das Fernwärmenetz angeschlossen werden, das Feuerwehrgerätehaus nicht.“

Nach eingehender Beratung des Jahresabschlusses 2012 kamen die Gemeindevertreter überein, diesen wie vorgelegt anzuerkennen und den entstandenen Jahresüberschuss von 78 200 Euro zum Teilausgleich des vorgetragenen Fehlbetrags in Höhe von 234 400 Euro zu verwenden. Die über- und außerplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen im Gesamtbetrag von rund 63 400 Euro wurden einstimmig abgesegnet. Lutz Martensen berichtete über die jüngste Sitzung des Kindertagesstätten-Ausschusses. Mit 69 Kindern sei der Kindergarten augenblicklich voll ausgelastet. Da im neuen Kindergartenjahr voraussichtlich insgesamt 21 Mädchen und Jungen eingeschult werden, andererseits aber auch mindestens 18 Neuzugänge erwartet werden, dürfte die Vollauslastung erhalten bleiben. Deshalb wurde beschlossen, dass die Kinder der Kindertagesstätte Ladelund ab August 2014 weiterhin in zwei Regelgruppen, einer altersgemischten Gruppe und einer Krippengruppe betreut werden können und sollen.

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