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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 06:38 Uhr

InBeat – ein Festival auf Erfolgskurs

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Begeisternde Musiker, ein fröhliches Publikum, viele Helfer und tolles Wetter schufen gemeinsam ein unvergessliches Erlebnis

von
erstellt am 23.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Sonne, volles Haus, tolle Musik: Das erste Inklusions-Open-Air-Festival „InBeat“ war auf Anhieb ein Hit. Hunderte kamen gestern im Lauf des Tages zur Jugendherberge. Der NDR drehte sechs Stunden, sendet heute Abend im dritten Programm ab 18 Uhr eine Viertelstunde lang.

Die Initiatoren Joachim Zander und Hans-August Hansen (Mürwiker Werkstätten) waren von dem Zuspruch begeistert. „Wir hätten kaum gedacht, dass so viele Niebüller und Südtonderaner hierher kommen.“

„Alle haben mitgeholfen“, freute sich die Mitveranstalterin, Herbergsmutter Sabrina Kosinska. Freunde, Partner und Eltern der Mitarbeiter der Jugendherberge waren ebenso engagiert wie die Mitarbeiter und Familienangehörigen der Mürwiker oder die Landfrauen, die Kuchen verkauften. Sagenhaft: Schon um 16 Uhr war alles leergegessen.

Um 11 Uhr hatte das „InBeat“-Musikfest mit Begrüßungsreden von Günter Fenner (Mürwiker Werkstätten) und Helmut Reichmann (DJH Landesverband) begonnen – da war es am Himmel noch grau. Mit den souveränen Freesentrummlern und der Band der Mürwiker ging es schwungvoll los. Moderator Philipp Jeß jagte da schon mit seinem NDR-Team von einem Interviewpartner zum Nächsten.

Für viel Bewegung sorgte dann die Tanztruppe Move it Up, Deutsche Meister – gefeiert und beklatscht. Die Band Gangway aus Kappeln kam danach auf die Bühne. Ganz aus Lübeck war M7 angereist; die Gruppe mit Marcel, Christian und Bärbel garantierte plattdeutsche Songkultur mit eigener Prägung. Entstanden ist das Ensemble aus einer Übungseinheit an Orffschen Instrumenten.

Derweil servierte Rüdiger die heiße Wurst, Altbürgermeister Heinz Loske genoss die Stimmung ebenso wie die bunte Mischung des Publikums mit vielen Kindern und älteren Nordfriesen. Denn nun war der Himmel strahlend blau, wie Moderator Dirk Bork feststellte. Er war, wie alle, ehrenamtlich im Einsatz. Sein Dank ging daher auch an die Sponsorenfirmen Knutzen, Levsen und Hannes, der die Bühne stellte und später mit Refreshed auftrat. Zuvor gab es klangvolle Gesänge von der Achtruper Combo Mühlenkids. Starke Mädels.

An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit. Das war das Motto des Tages! Denn es ging weiter mit Seelicht, die gekonnt Seelig coverten. Absolutes Highlight waren die Firefighters aus Wacken. Mit allem drum und dran, Headbanging, Tanz mit den Zuschauern. „Ist schon ein Ding“, meinte ein Gast, „da nennt sich eine Feuerwehrkapelle einfach um – und schon ist sie berühmt.“ Die Mischung aus Polenmädel und Highway to hell war in der Tat hammerhart und umwerfend. Ein Kontrast dann aus Langenhorn: die Singersongerwriterin Nina mit Nova, also ihren beiden Jungs – sehr eigenwillige, deutsche Texte, anspruchsvoll.

Refreshed bot solide Covermusik, Hannes aus Freesenhagen gab nun endlich alles.

Die Kleinkinder tummelten sich derweil frisch geschminkt auf dem Gelände, die Alten entspannten sich bei Sonne auf den Bänken. Man traf sich zum Klönschnack, lobte die Veranstaltung und ließ sich mit dem Shuttlebus nach Hause fahren. Auch das gab es. Am Abend dann Abschluss und Höhepunkt mit den Niebüller Stars Land in Sicht und Björn Paulsen. Der war schon am Nachmittag mit Kind und Kegel vor Ort, ganz normal, wie du und ich.

Genauso funktioniert Inklusion, das Miteinander der Menschen, ob nun mit oder ohne Handicap.

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