In Niebüll kann jetzt ganzjährig gekickt werden

760  000 Euro kostete der neue Kunstrasenplatz, dank dem nun in Niebüll ganzjährig draußen gekickt werden kann.
760 000 Euro kostete der neue Kunstrasenplatz, dank dem nun in Niebüll ganzjährig draußen gekickt werden kann.

Neuer Kunstrasenplatz – Spiele müssen nicht mehr ausfallen

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10. Juni 2016, 11:42 Uhr

Fußballspiele im Stadion des TSV Rotweiß Niebüll müssen zwischen November und Mitte März künftig wegen nordfriesischen Schietwetters nicht mehr ausfallen. Der TSV verfügt jetzt über einen wetterfesten Kunstrasenplatz, der auf dem bisherigen Stadionnebenplatz in knapp fünfmonatiger Bauzeit angelegt wurde und am 6. August beim Goallegencup eingeweiht wird.

Die Maßnahme ist Teil des örtlichen Sportentwicklungsplans, nach dem der Neubau des Jugendheims zunächst obenan stand, dessen Reihenfolge jedoch auf Wunsch des Vereins verändert wurde. Der Kunstrasenplatz verdient nach erstem Augenschein das Zertifikat „vom Feinsten“. Als unermüdliche Ideengeber verdienen Stadtvertreter Bernd Neumann und sein Sportausschuss Dank und Anerkennung.

Die Baukosten für den neuen Platz belaufen sich auf 760  000 Euro. Die Kosten tragen: die Stadt Niebüll mit 500  000, der Landessportverband mit 60  000, die AktivRegion mit 50  000 und der TSV Rotweiß, dessen Anteil vom Bürgerwindpark Niebüll zwischenfinanziert wird, mit 150  000 Euro. Nutznießer ist die Fußballabteilung mit ihren 22 Mannschaften von den Senioren bis zu den „Dreikäsehochs“ der G-Jugend. Auch Nachbarvereine können eventuell auf dem Platz spielen. Und es gilt die Regel, dass der Rasenplatz Vorrang hat, wenn er bespielbar ist.


Mit vereinten Kräften aus ganz Schleswig-Holstein


Die Anlage des Platzes war Sache von Spezialfirmen aus Tornesch, Schafflund und Rendsburg – und zwar nach Plänen des Landschaftsplanungsbüros Siller (Kiel). Vom Spielfeld mit der Normalgröße 108 mal 67 Meter wurde zunächst der Mutterboden abgetragen und der wasserdurchlässige Unterbau hergestellt, bestehend aus einer körnigen Kies-Sand-Schicht und durchzogen von einer Dränage. Obendrauf folgte eine federnde Schicht aus Kunstfasergeflecht, Quarzsand und einer Art Granulat – alles nach neuesten Stand der Technik.

Rund um den Platz wurde eine 1,50 Meter breite für die Zuschauer gedachte Pflasterung verlegt, der noch ein ebenso gepflasterter Weg vom Stadioneingang zum neuen Platz folgt, damit Zuschauer und Spieler „sauberen Schuhwerks“ zum und vom neuen Platz kommen. Neu ist auch die Flutlichtanlage, nicht neu der kleine Kunstrasen-Bolz-Platz, der allerdings um 90 Grad gedreht wurde, um für den Weg Platz zu schaffen.

TSV-Chef Hans Thiesen sagt: „Es ist gut, dass wir den neuen Kunstrasenplatz jetzt zur Verfügung haben.“ Denn temporär werden Sportstätten in der Stadt demnächst knapp. Im Schulzentrum soll Halle I saniert werden. Und bekanntlich wird die Südtondernhalle in der Tondernstraße abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.


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