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Nordfriesland Tageblatt

13. Dezember 2017 | 22:13 Uhr

Breitbandnetz : In die Zukunft investiert

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Beim Neujahrsempfang rief Galmsbülls Bürgermeister Norbert Rühmann die Bürger zur Beteiligung am Breitband-Projekt auf. Das sei in ihrem eigenen Interesse, machte er deutlich. Neben Informationen hatten aber auch Musik und Schnack ihren Platz an diesem Vormittag.

von
erstellt am 06.Jan.2014 | 18:16 Uhr

Mehr ging nicht: Das Landjugendheim in der Gemeinde war brechend voll, als Bürgermeister Norbert Rühmann mit seinen Grußworten begann. Er hatte nicht die Absicht, die Besucher mit langatmigen Monologen zu langweilen, und er hielt Wort. Die interessantesten Dinge fasste er kurz zusammen: 327 Bürger lebten zum Stichtag 31. Dezember 2012 in Galmsbüll, und damit drei weniger als noch vor einem Jahr. Zuzug und Wegzug hielten sich mit 26 beziehungsweise 28 fast die Waage.

Tiefer in die Tasche greifen müssen die Einwohner im neuen Jahr bei den Abwassergebühren. Aber das sei nun mal nicht zu ändern. In Zahlen: Der Preis pro Kubikmeter steigt von 2,10 auf immer noch moderate 2,50 Euro, die Grundgebühr von 7,70 auf elf Euro. Für vier freie Baugrundstücke übernimmt die Gemeinde die Kosten.

„Wir werden alles versuchen, damit die Bevölkerung nicht unnötig belastet wird“, erklärte der Bürgermeister. Das gilt auch für die Anliegerbeteiligung bei asphaltierten Gemeindewegen. Übrigens: Mit 10 000 Euro schlägt die Unterhaltung pro Kilometer Gemeindeweg zu Buche. Lediglich 55 Prozent davon müssen auf die Anlieger verteilt werden. Genaueres regelt die Straßenbausatzung. Die Höhe der einzelnen Beiträge richtet sich nach Grundstückstiefe, Wohngebäude oder/und landwirtschaftlicher Nutzfläche). „Anlieger sind übrigens auch die Besitzer landwirtschaftlicher Flächen. Ein Hin und Her gebe es in der Regel, wer welchen Weg wie oft und welchem Ausmaße beansprucht, beziehungsweise Schäden verursacht und wer denn nun bei Reparaturen und ähnlichem dafür aufkomme. Keine Anliegerbeiträge werden für die Flurbereinigung fällig, ein Projekt mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Millionen Euro. „Das Land gibt etwa 50 Prozent dazu“, so der Bürgermeister.

Derzeit werden die Straßenlaternen auf LED umgerüstet – und zwar in der Form, dass die alten Masten weiter genutzt werden. Wie sinnvoll das sei, bleibe dahingestellt. Galmsbüll hat über den Windpark 600 000 Euro in die Breitbandnetzgesellschaft investiert, um das Projekt voranzubringen. Rühmann: „Das ist was für die Zukunft.“ Umso wichtiger sei es, dass die 70-Prozent-Anschlussquote erfüllt werde, sich auch ältere Mitbürger beteiligen. Eine Steigerung des Grundstückswertes gehe mit dem Anschluss ohnehin einher. Norbert Rühmanns Dank galt der Feuerwehr bei ihren Einsätzen während der Stürme. „Was kaum jemand wusste: Wir hatten beim zweiten Sturm die Vorstufe zum Katastrophenalarm“, erklärte Norbert Rühmann. „Feuerwehrleute und Deichläufer mussten raus und standen die ganze Nacht mit Blaulicht auf den Deichen.“ Und dann fügte er lachend hinzu: „Ich konnte nicht schlafen. Ihr hättet ruhig ein wenig Rücksicht nehmen können.“

Ein gemeinsames Suppe essen und Lieder, vorgetragen vom GemischtenChor, rundeten den Vormittag ab. Was aber schenkt man Sängern, die alles haben und nichts wollen? Leiterin Christel Johannsen hatte einen ganz bescheidenen Wunsch: „Bei unserer Jahresversammlung würden wir gerne mal wieder Heiße Wecken essen.“ Kein Problem: Carola Körner vom Sozial-, Kultur- und Sportausschuss überreichte im Namen der Gemeinde und der Organisatoren des Empfangs einen Gutschein.

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