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Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 20:24 Uhr

Immer wieder gern gesehene Gäste

vom

Westfriesen zum 55. Mal bei den Nordfriesen zu Gast / Festabend in Neukirchen bildete den Höhepunkt des Besuchsprogramms

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erstellt am 14.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neukirchen | Die Treffen haben Tradition: Zum 55. Mal seit 1958 ist eine Gruppe aus dem niederländischen Westfriesland (West-Lauwers) zu Gast beim Friesenverein der Wiedingharde. Dessen Vorsitzender Peter Ewaldsen und seine Stellvertreterin Antje Neumann begrüßten die Besucher. Der Leiter des Westfriesischen Vereins "De Fryslannen" Sikke Fokke Klaver aus Deventer hatte jeweils ein kleines Präsent für seine Gastgeber-Kollegen mitgebracht und freute sich, dass es wieder gelungen sei, viele Menschen beider Volksgruppen zusammenzubringen.

Ein besonderer Willkommensgruß galt auch dem Busfahrer der Westfriesen, Doede Lanting aus Veenwalden, der die Gruppe bereits zum 24. Mal nach Nordfriesland kutschiert. "Er ist der beste Fremdenführer in Nordfriesland und Süd-Dänemark, da er sich besser auskennt als manch Einheimischer", scherzte Peter Ewaldsen. Doede Lanting hat nicht nur eine Reisebroschüre mit der Beschreibung aller Stationen der Fahrt verfasst, er wird auch für musikalische Unterhaltung sorgen. Als Organist gibt er am Donnerstag, 16. Mai, ab 20 Uhr in der Süderlügumer Marienkirche ein öffentliches Konzert.

Einer der Höhepunkte des Aufenthaltes in Nordfriesland war eine gemeinsame Feier mit den Wiedingharder Friesen im voll besetzten Saal des Landgasthofes Fegetasch in Neukirchen, wo es das klassische friesische Gericht Weinsuppe und Schinken (Winsup än skänkel) gab. Die Eröffnung des Abends gestaltete das Jagdhornbläserkorps Südtondern von 1960 unter der Leitung von Kai Diedrichsen mit verschiedenen Signalen und einem Konzert. Der vereinseigene Singkreis der Wiedingharder Friesen bot unter Leitung und Akkordeon-Begleitung von Käthe Jürgensen Heimatmelodien dar. Anschließend verteilte Sikke Fokke Deventer das "Lieteboek fan de Fryslannen", das westfriesische Liederbuch, und seine Vereinskollegin Fokje Dekinga Calsbeek begleitete gemeinsam mit Käthe Jürgensen auf dem Akkordeon den großen Friesen-Chor.

Neben niederländisch und englisch ist westfriesisch die offizielle Sprache in West-Lauwers (Freisland) und wird auch in der Schule gelehrt, wie Doede Lanting erklärte. Sikke Fokke Deventer, seit 2000 Vorsitzender "De Fryslannen", erzählte, dass bereits 1935 die ersten Westfriesen mit dem Fahrrad die Nordfriesen besuchen wollten. Aber aus zeitlichen Gründen kamen sie nur bis zur Eider nach Tönning und mussten dann wieder umkehren. Nach dem Krieg wurden 1947 wieder die ersten Kontakte geknüpft und Besuche organisiert.

Die jährliche Busfahrt wird immer von einem vierköpfigen Team zuvor im Herbst vor Ort vorbereitet. Auch dieses Mal gibt es wieder ein buntes Besuchsprogramm mit der Anreise über das Ems-Sperrwerk. Ein Gottesdienst in einer nordfriesischen Kirche, in diesem Jahr fand er in Horsbüll statt, gehört ebenso dazu wie die tägliche Kaffeetafel an besonderen Orten.

Weitere Stationen der Reise sind Kiel, die Insel Föhr, Brörup und Sonderskov in Dänemark sowie Flensburg und Friedrichstadt. Über Heide und dem ostfriesischen Detern geht es am Freitag wieder in die westfriesische Heimat zurück.

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