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Niebüller Stadtvertretung : Immer öfter Stau an der Autoverladung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Deutsche Bahn plant Bau von zwei weiteren Wartespuren für den Sylt-Verkehr.

„Gefühlt sprechen wir immer häufiger von Staus an der Autoverladung nach Sylt, durch die die Zufahrt in die Innenstadt und vor allem in das Gewerbegebiet-Ost erheblich erschwert bis blockiert wird“, sagte Bürgermeister Wilfried Bockholt am Donnerstagabend in der 40. Sitzung der Niebüller Stadtvertretung. Dafür, dass es sich bei diesem von immer mehr Geschäftstreibenden und Kunden monierten Problem nicht nur um ein Gefühl handelt, sprechen guten Gründe. Erwiesen ist, dass mit Blick auf die Sicherheitsrisiken in vielen Ländern, immer mehr Deutsche im eigenen Land und auch auf Sylt Urlaub machen. „Ein weiterer Trend ist, dass diese immer kürzer dort bleiben, es also deutlich mehr An- und Abreiseverkehr gibt“, sagt Wilfried Bockholt. Noch weiter verschärft wird das Problem durch den neuen, zweiten Strecken-Anbieter RDC. Da dieser im Vergleich zum Sylt-Shuttle der Deutschen Bahn nur eine Etage anbietet, kann er auch nur halb so viele Pkw und Lkw mitnehmen. Dadurch bleiben mehr Fahrzeuge länger an der Autoverladung stehen. RDC denke über den Ankauf von zweistöckigen Wagen nach, doch diese sind nach Einschätzung des Bürgermeisters derzeit nicht in Sicht.

Nach einem Gespräch mit den Betreibern könnten aber schon in absehbarer Zeit mehrere Faktoren für Entlastung sorgen. So überlege die DB Infrastruktur, die die Verladung betreibt, auf dem breiten Grünstreifen neben den Wartespuren acht und neun zwei zusätzliche Verladespuren einzurichten. „Dann stünden der Deutschen Bahn, die zwei Spuren an den zweiten Betreiber abgegeben hat, wieder der ursprüngliche Warteraum zur Verfügung“, sagt Wilfried Bockholt. Zudem soll zeitnah eine digitale Anzeigetafel errichtet werden, die den Syltverkehr beispielsweise dazu auffordern soll, den Kreisverkehr Richtung Stadt frei zu halten. Geprüft werde auch der Bau einer Bedarfsampel, um dies sicher zu stellen.

Entlastung erhofft sich die Stadt auch durch die geplante Erweiterung und Anbindung an die Gather Landstraße des Gewerbegebietes-Ost, das derzeit zudem von Fahrbahn-Erneuerung auf dem Peter-Schmidts-Weg durch eine weitere Vollsperrung zusätzlich arg beeinträchtigt ist. Doch auch diese Route wird den Navis vieler Autofahrer nicht lange verborgen bleiben. Bockholts Fazit: „Eine hundertprozentige Lösung wird es nicht geben, der Stau an der Autoverladung bleibt ein Riesenthema.“

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erstellt am 22.Jul.2017 | 09:00 Uhr

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