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Neues Gemeindehaus für Risum-Lindholm : Im Einklang mit der Umgebung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Rund 700 000 Euro wird der Bau eines Gemeindehauses in Risum-Lindholm kosten / Ende 2015 könnte das Gebäude fertiggestellt sein

Nun steht der Sieger fest, sodass voraussichtlich im Februar/März mit dem Bau begonnen werden kann. Die Gemeinde Risum-Lindholm will im Baugebiet Meelenwäi nahe der Michaeliskirche ein Gemeindehaus errichten, für das rund 700 000 Euro investiert werden müssen. Es ist geplant, das Gebäude an die Kirchengemeinde Risum-Lindholm zu vermieten. Der im Haus geplante Gemeinde- und Konfirmandensaal soll 50 bis 60 Personen Platz bieten. Darüber hinaus ist auch ein zweigeschossiger Wohnbereich vorgesehen, der auf rund 100 Quadratmetern Platz für einen Gemeindekümmerer bieten könnte.

Um ein passendes Objekt zu finden, hatte die Gemeinde einen Wettbewerb veranstaltet. Vier Architekturbüros reichten ihre Entwürfe ein, über die eine 15-köpfige Jury aus Gemeindevertretern, dem Pastor und Mitgliedern des Kirchenvorstandes entschied. „Wir haben die Vorschläge nach sachlichen Kriterien bewertet und haben eine gute Entscheidung getroffen“, berichtet Risum-Lindholms Bürgermeister Hauke Christiansen. Dabei sichteten die Jurymitglieder zeitgleich die vier anonymisierten Entwürfe und vergaben Punkte für jedes Konzept. Was die Juroren dabei allerdings noch nicht wussten – welche Baukosten für die einzelnen Vorschläge veranschlagt waren und von welchem Architekten sie stammten. Am Ende erhielt das Werk des Niebüller Architekturbüros Limbrecht & Jensen den Zuschlag. „Denn uns war es wichtig, dass sich das neue Gebäude der Umgebung anpasst“, betont Hauke Christiansen. Und dies sei bei dem Siegerentwurf am besten gelungen.

Architekt Oliver Jensen entschied sich für eine kompakte Einheit von Gemeindehaus und Wohnraum, wobei sich sein Entwurf an der umgebenden Bebauung mit meist ein oder zweigeschossigen Gebäuden sowie Satteldächern orientiert. „Baugebiete sind heutzutage allgemein recht bunt. Wir wollten deshalb nicht noch etwas besonders Wildes entwickeln, das das Gebiet stark beherrschen würde“, erklärt Jensen. Heraus kam ein Rotklinkerbau, der auf rund 250 Quadratmetern allen Anforderungen gerecht werden soll. „Am Ende hat der Jury die klare Trennung, die gute Raumaufteilung, die wohnliche Atmosphäre und die freundliche und einladende Glasfront am besten gefallen“, erinnert sich Bürgermeister Christiansen. Entsprechend heißt es bereits im Konzept des Niebüller Architekturbüros: „Der komplett erdgeschossige Teil des Gemeindehauses wird von Besuchern als Erstes wahrgenommen. Der verglaste Giebel des Saales schafft Transparenz und lässt auch für ortsunkundige Besucher die Nutzung sofort erahnen.“

Ob der eingeplante Wohnraum am Ende wirklich von einem Gemeindekümmerer und dessen Familie bewohnt werden wird, oder vielleicht die Pastorin dort einzieht, sei noch offen, so Hauke Christiansen. Mit dieser Wahl sei man flexibel.

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erstellt am 11.Okt.2014 | 05:00 Uhr

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