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Nordfriesland Tageblatt

20. August 2017 | 12:24 Uhr

Ehrung : „Ich war immer ein Teamplayer“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Hans-Joachim Ihloff wurde von der Nordelbischen evangelisch-lutherischen Kirche für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Gewürdigt wurde sein Engagement auf kirchlicher Ebene.

Mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten für Menschen – das hat Hans-Joachim Ihloff (70) immer Freude gemacht. Mit großem Engagement setzte er sich unter diese Prämisse für „seine“ Kirche ein. Am Sonntag wurde der ehemalige Schulleiter um 18 Uhr in der St. Willehad-Kirche in einem Festgottesdienst für seinen unermüdlichen Einsatz mit der Bugenhagenmedaille ausgezeichnet.

Als Jugendlicher konnte Hans-Joachim Ihloff noch nicht ahnen, dass sich der Kreis einmal schließen würde: Mit 15 Jahren besuchte er das Bugenhagen-Internat am Timmendorfer Strand – jetzt wird er mit dieser Medaille geehrt. Ist ihm das soziale Engagement in die Wiege gelegt worden? „Das ist möglich“, überlegt der gebürtige Hamburger, der in einem pastoralen Elternhaus aufgewachsen ist. Sein Weg war lang, nicht immer geradlinig, wie Ihloff andeutet. Er habe diesen Weg zum Glauben gefunden und lebe die christlichen Werte.

Von 1970 bis 1986 war er Lehrer in Langenhorn und wirkte schon dort im kommunalen Gemeinderat mit. „Ich habe viel gelernt, beispielsweise sich mit mehreren Meinungen auseinander zu setzen und eine Sache auf den Punkt zu bringen“, hält er rückschauend für wichtig.

Hans-Joachim Ihloff bewarb sich 1986 als Schulleiter an der Achtruper Grundschule und bekam den Job. Seine nebenamtliche Tätigkeit beim Institut für Praxis und Theorie der Schule für den Kreis Nordfriesland wandelte sich 1990 um in eine Leitungsfunktion, ein Jahrzehnt später leitete er das Lehrerseminar in Flensburg und Husum. Mit 63 Jahren schied der Schulleiter vorzeitig aus seinem Beruf aus. „Du bist kein Mann für den Ruhestand“, hatte der damalige Propst Sönke Pörksen ihn motiviert, sich noch mehr in der kirchlichen Einrichtung zu engagieren. Bereits seit Jahren hatte Ihloff in zahlreichen Gremien und Arbeitsgruppen seiner Kirchengemeinde mitgearbeitet, 2007 übernahm er für zwei Jahre den Vorsitz im Kirchenkreisvorstand und wurde in die Synode berufen. Er gehörte unter anderem dem Lenkungsausschuss zur Fusion der nordfriesischen Kirchenkreise an: „Das war eine sehr intensive Arbeit.“ Auch in den Arbeitskreisen „Evangelische Schule“ und „Kirche und Schule“ war Hans-Joachim Ihloff zu finden. „Ich war immer ein Teamplayer“, sagt er und hat nicht nur deshalb vor drei Jahren den Vorsitz der KZ-Gedenkstätte Ladelund übernommen: „Die Erinnerungskultur ist wichtig und hat hier eine besondere Entwicklung genommen.“ Diesen Posten wird Ihloff weiterhin ausfüllen, ebenso bleibt er Lektor in den Gottesdiensten und der Kantorei Leck verbunden. Seine musikalische Neigung hatte er übrigens all die Jahre über „ausgelebt“, spielte in Posaunenchören fast alle Blechinstrumente von der Trompete bis hin zur Basstuba. Heute greift der 70-Jährige gern zum Saxophon und Banjo.

Sein ehrenamtliches Wirken bezeichnet Ihloff fast als einen Fulltime-Job: „Meine Frau und die Familie mussten manchmal zurückstecken.“ Jetzt will der Vater von zwei Söhnen und Großvater von fünf Enkelkindern ein wenig kürzer treten. Wie reagierte er, als er von der Auszeichnung erfuhr: „Zunächst war ich überrascht, aber ich nehme die Ehrung mit Dankbarkeit und Demut an.“

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erstellt am 19.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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