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Nordfriesland Tageblatt

16. August 2017 | 15:42 Uhr

„Ich suche eine neue Aufgabe“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

An der Spitze des Handels- und Gewerbevereins Niebüll bahnt sich ein Wechsel an / Silke Jannsen gibt das Amt nach vier Jahren auf

Beim Handels- und Gewerbeverein (HGV) Niebüll steht eine Veränderung in der Geschäftsstelle bevor. Geschäftsführerin Silke Jannsen scheidet nach vierjähriger Tätigkeit auf eigenen Wunsch mit Ablauf Juni aus und tritt eine neue Aufgabe an. Eine Nachfolge steht noch nicht fest. Sie stellte sich zu ihrer Dienstzeit beim HGV den Fragen unserer Zeitung.

Frau Jannsen, was führte zu Ihrer Entscheidung?
Um es kurz zu machen. Ich suchte eine neue Aufgabe. Vier Jahre können eine lange Zeit sein, wenn man bedenkt, dass so ein Job wie der für den HGV „so nebenbei“ nicht zu machen ist. Aber es war auch eine interessante Zeit – eine Zeit der Anforderungen, hohen Ansprüche und der Verantwortung.

Wie sahen Sie diese vier Jahre – was blieb und was kam neu hinzu?

Ich erlebte eine schnelllebige Zeit und einen HGV im Wandel. Vor allem sah und erlebte ich viele interessante Menschen in der örtlichen Kaufmannschaft. Ich spürte Veränderungen – vor allem die, dass die Zahl der inhabergeführten Betriebe zurückgeht zugunsten neuer Führungsstrukturen. Und überhaupt sind auf breiter Front immer wieder Veränderungen eingetreten – und diese nicht nur getreu dem Slogan „öfter mal was Neues“.

Wie erging es Ihnen überhaupt?

Ich habe einen intensiven Lernprozess durchgestanden, mich weiter entwickelt und viele Erfahrungen gesammelt, die mir für meine weitere berufliche Tätigkeit nützlich sein werden – hoffe ich.

Wie war es mit dem personellen Umfeld – mit Kontakten zu andern HGVer und Offiziellen in der Stadt?

Nun ja, an mir sind verschiedene „Typen“ vorübergezogen. Zu ihnen allen kann ich sagen, dass ich mit ihnen trotz stetig variierender Themen gut klar gekommen bin. Was als feste Größe blieb, war der HGV-Vorstand, dessen Mitglieder ich durch meinen Job zeitlich entlastete. Sie sind ja allesamt ehrenamtlich tätig und müssen sich um ihren Betrieb kümmern.
Wovon waren Sie besonders angetan? Das war, ehrlich gesagt, der Teamgeist, der mich immer faszinierte – egal in welcher Aufgabe. Was sie angingen, zogen sie auch durch, egal bei und vor welcher Veranstaltung. Wir sehen ja, wie gut die Ostersonnabende, die Straßenfeste und Aktionen bei den „Verkaufsoffenen“ immer geklappt haben. Angetan war ich auch vom Echo unter den Bürgern aus Stadt und Umland.

Was meinen Sie erreicht zu haben? Das müss(t)en andere beurteilen. Ich hatte immer das Ziel vor Augen, die Stadt „stark & interessant“ zu machen, die Mitglieder des HGV zu fördern und möglich alle „mitzunehmen“. Ich war allerdings auch enttäuscht, wenn einer sagte, „was habe ich eigentlich vom HGV?“ Ich fand eine solche spontan monetäre Denkweise nicht gerade vom Feinsten. Denn: was wir als HGV für die Stadt und ihr Image unternehmen, führt ja nicht ad hoc zu einem in Heller und Pfennig zu messenden Erfolg.

Wem sind Sie dankbar?

Da nenne ich als Beispiel die Besatzung des Niebüller Bauhofes. Allesamt waren und sind sie tolle und immer hilfsbereite Typen.

Ihr Schlusswort, Frau Jannsen, die man in Ihrem Umfeld als ruhenden Pol erlebte?

Ja, es stimmt wohl, dass ich (wenigstens äußerlich) die Ruhe weg hatte, obwohl oftmals vieles holterdiepolter zu entscheiden und zu erledigen und zu weilen auch zu improvisieren war. Um ehrlich zu sein. Ich möchte die Zeit beim HGV nicht missen. Dem HGV wünsche ich, dass er auch mal eine Kraft auf eine längere Dauer in der Geschäftsstelle gewinnt. Dem einen oder anderen Mitglied der organisierten Kaufmannschaft im Städtchen Niebüll wünsche ich aber auch eine etwas intensivere Wahrnehmung seines HGV.

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erstellt am 06.Mai.2014 | 15:50 Uhr

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