Südtonderns Feuerwehren : „Ich lege Wert auf gute Ausbildung“

Sönke Hansen hat viel Freude an seinem Ehrenamt – hinter ihm ist das Niebüller Logo zu sehen: Ein Mix aus Welle und Schiff,
Sönke Hansen hat viel Freude an seinem Ehrenamt – hinter ihm ist das Niebüller Logo zu sehen: Ein Mix aus Welle und Schiff,

Sönke Hansen ist der neue Gemeindewehrführer in Niebüll und seit 35 Jahren dabei: Im Gespräch mit einem „alten Hasen“.

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28. Februar 2018, 13:06 Uhr

Sönke Hansen hat Uwe Mussack als Gemeindewehrführer für Niebüll-Deezbüll und Langstoft abgelöst. Gleichzeitig ist Hansen seit 2017 Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll-Deezbüll; in Langstoft ist Uwe Hansen Wehrführer und stellvertretender Gemeindewehrführer von Niebüll. Sönke Hansen trat 1982 in die Jugendfeuerwehr Niebüll und 1988 in die damalige Freiwillige Feuerwehr Niebüll ein, war Gruppen- und Zugführer. Vor seiner Wahl zum Wehrführer Niebüll-Deezbüll übte er bereits drei Jahre das Amt des stellvertretenden Wehrführers der Wehr Niebüll-Deezbüll aus.

Herr Hansen, was macht eigentlich ein Wehrführer?“
Der Gemeindewehrführer hat viel am Schreibtisch zu tun; es ist auch ein umfangreicher Verwaltungsjob. Der Haushalt muss bewältigt werden. Das heißt alle Facetten des Rechnungswesens, die Beschaffung von Material, Fahrzeugen oder Kleidung – alles läuft über meinen Tisch.


Dazu ist er aber auch Ansprechpartner nach außen?
Ja, ich beteilige mich an allen Gesprächen mit der Stadt; dabei geht es natürlich auch immer wieder um Finanzen. Zum Glück sind in der Stadt Niebüll Bürgermeister und Stadtvertreter offen für unsere Wünsche. Zudem sitze ich im Feuerschutzausschuss, der regelmäßig tagt.

Was bleibt an praktischen Aufgaben?
Zu den Aufgaben gehört die Brandschau. So, wenn beispielsweise eine neue Brandmeldeanlage installiert wird. Aber ich beteilige mich auch an der Ausbildung und fahre Einsätze mit, dort hat dann der Gemeindewehrführer auch im Gebiet Niebüll die Verantwortung.


Wie sieht es mit den Einsätzen aus?
Wir versuchen bei Fehlalarm nicht mit voller Stärke auszurücken. Wir kommen mit der Hälfte der Wehr. Wir nehmen aber jede Meldung vorerst als Realeinsatz wahr. Die Meldetechnik müsste sich hier allerdings noch weiter entwickeln.


Wird man eigentlich gewählt oder kann man sich selbst vorschlagen?
Nein, man wird vorgeschlagen – ich in meinem Fall von Uwe Mussack und einigen weiteren Kameraden.

Was ist Ihnen wichtig?
Den Fokus lege ich vor allem auf die Ausbildung. Der Fortschritt geht immer weiter. Wir müssen immer weiter üben, um im Ernstfall präsent zu sein. Erst im Stress merkt man, wie gut man geübt hat.


Worauf freuen Sie sich?
Zum einen auf die neue Aufgabe, zum anderen auf das neue Fahrzeug LF 20, das Anfang 2019 geliefert wird. Und auf die zahlreichen Dienste sowie Veranstaltungen mit meinen Kameraden.


Was ist Ihnen wichtig?
Einmal, dass die Kameraden gesund und heil nach Hause kommen; dann ist wichtig, dass die Gefahrenabwehr für alle Bürger der Stadt weiter gut funktioniert. Dazu müssen wir immer weiter vorangehen.



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