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Realistische Übung : Hundestaffel trainiert im Sturm-Chaos

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die letzten Orkane haben im Langenberger Forst ihre Spuren hinterlassen und damit eine realistische Trainingsumgebung geschaffen. Die Mitglieder der Arbeiter-Samariter-Bund-Rettungshundestaffel (ASB) Südtondern nutzen das Areal.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2014 | 07:15 Uhr

Die Mitglieder der Arbeiter-Samariter-Bund-Rettungshundestaffel (ASB) Südtondern treffen sich mit ihren Vierbeinern im Langenberger Forst zum Training. Es ist das erste Mal nach den beiden verheerenden Orkanen Ende vorigen Jahres. Förster Jörn Frank hat ihnen eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Alle anderen Gruppen dürfen den Wald noch nicht nutzen. Immer noch sind die Gefahren zu groß, die Aufräumarbeiten dauern an.

„Die Rettungshundestaffel darf üben, da es sich in dem noch teilweise herrschenden Chaos um eine realistische Aufgabe handelt“, begründet Jörn Frank. ASB-Mitglieder trainieren mit ihren Flächensuch-Hunden in unterschiedlichem Gelände, in den Langenberger Forst kommen sie dazu alle vier bis fünf Wochen. „Es ist gut, nach der Pause wieder hier zu sein“, sagte Heidi Carstensen, die das Kommando über 14 Golden Retriever, Labradore, Australien Shepherds und Mischlingshunde hat. Sie sind als Rettungshunde unersetzlich, unterstützen die Polizei bei der Suche nach verunglückten oder vermissten Personen.

Auch wenn erste Teilflächen im Langenberger Forst aufgeräumt sind, ist die Sicherheit noch nicht gewährleistet: „Äste können herunterfallen, Bäume, deren Wurzel losgerissen sind, können jederzeit und unvermutet kippen, Wurzelteller können schlagartig zurück in das gerissene Bodenloch schlagen, Wurzeln haben tückische Spalten im Waldboden verursacht“, warnt Jörn Frank. Waldbesucher bittet er, besonders umsichtig zu sein und legt Eltern ans Herz: „Holzpolter sind keine Klettergeräte für Kinder.“ Weiter rät er, einen größeren Abstand zu den Flächen einzuhalten, in denen die Aufarbeitung oder der Holzabtransport noch immer läuft.

Um Verständnis werden ebenfalls Gemeinschaften gebeten, für die der Wald weiterhin gesperrt bleibt. „Kindergartengruppen, Sportvereine, Wandergruppen oder Reitern wird es noch nicht gestattet, den Wald für Veranstaltungen zu nutzen“, sagt der Förster. Eine Ausnahme bildet der Waldkindergarten „Vier Jahreszeiten“. Nach den Orkanen fanden die Kleinen um Leiterin Rita Schroeder zunächst Unterkunft im Sportheim des SV Klintum. Vorrangig wurde für den Nachwuchs ein Areal im Wald aufgeräumt, in dem sie sich nun aufhalten können. „Der Förster hat sich für uns viel Zeit genommen und sich für unsere Belange eingesetzt“, lobte Rita Schroeder. Anders sieht es beim Lauftreff mit Dietlinde Gutbrodt aus: „Wir müssten nur die Augen auf den Boden richten. Es liegt zuviel im Weg. Es geht einfach nicht.“ Ihre Ausweichstrecke führt an der Straße entlang nach Klintum, Oster-Schnatebüll und über die Maade wieder zurück nach Leck. Ähnlich geht es den Wanderfreunden. Auch sie haben ihre permanenten Wanderstrecken ändern und eine neue Route für ihre große Wanderveranstaltung am 8./9. März ausarbeiten müssen.



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