Bürgerinitiative : Hunderte demonstrieren für Klinik in Niebüll

Das Klinikum Niebüll: Die 30 Amtsgemeinden kämpfen um den Beibehalt des sanierten und mit Hilfe der von Bürgerspenden modernisierten Krankenhauses.
Das Klinikum Niebüll.

Im März geht es im Kreistag Nordfriesland um die Zukunft der Klinik in Niebüll. Sie könnte Abteilungen verlieren.

shz.de von
27. Februar 2016, 16:57 Uhr

Niebüll | Mehrere Hundert Menschen haben in Niebüll (Kreis Nordfriesland) gegen geplante Kürzungen in der dortigen Klinik demonstriert. Rund um das Krankenhaus versammelten sich am Samstag nach Polizeiangaben rund 500 bis 600 Demonstranten, die Organisatoren sprachen von knapp 1000 Teilnehmern. „Diese Klinik deckt einen Einflussbereich von etwa 70.000 Menschen ab“, sagte Sieghard Schmanteck von der Bürgerinitiative Klinik Niebüll, die sich für den vollständigen Erhalt des Krankenhauses einsetzt, der Deutschen Presse-Agentur. „Die hohe Teilnehmerzahl hat uns gezeigt, dass die Bürger voll und ganz hinter uns stehen.“

Nach seinen Angaben überreichten die Demonstranten Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), der wegen eines Juso-Parteitags nach Niebüll gekommen war, ein Protestschreiben.

Albig sagte: „Niebüll hat eine Chance auf dem Markt, es gibt gar keinen Zweifel, dass es in Niebüll ein Krankenhaus geben muss.“ Hintergrund ist ein Wirtschaftlichkeitsgutachten, demzufolge die gynäkologische Abteilung samt Geburtshilfe sowie die Hals-Nasen-Ohren-Abteilung geschlossen werden sollen. Zudem soll demnach die Chirurgie in eine Tages-Chirurgie mit Anschluss an ein medizinisches Versorgungszentrum in Husum umgewandelt werden. Im März soll sich der Kreistag in Nordfriesland damit befassen.

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