zur Navigation springen

Lichterfest : Hospiz feiert Fest der Lichter und Magie

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wilhelminen-Hospiz lädt alle zu einer besonderen Veranstaltung ein – das Thema Tod wird dabei nicht tabuisiert.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2017 | 10:49 Uhr

Niebüll | Über 50 extra gefertigte Lichter werden am Freitag, 3. November, zwischen dem Wilhelminen-Hospiz ( Nummer 2) und dem „Haus Underwood“ (Nummer 6) den Niebüller Westersteig illuminieren: Nach 2015 laden Mitarbeiter und Ehrenamtliche des Wilhelminen-Hospizes für diesen Tag von 17 bis 20 Uhr wieder zu einem Lichterfest ein. „Willkommen sind wieder alle – von jung bis alt“, erklärt die Organisatorin, die Erzieherin Heike Behrens-Schulz, die gemeinsam mit der Sozialpädagogin Mareike Borchardt die Kinder- und Jugendarbeit am Hospiz leitet.

Und daher gibt es ein Programm im „Haus Underwood“ vor allem für Kinder – um 17.15 Uhr startet die Ehrenamtliche Karin Nissen mit einer Bilderbuchlesung (Wiederholung um 19.30 Uhr), während die kreativen Kinder zeitgleich wunderschöne „Tüten“-Leuchten basteln dürfen. „Diese werden dann sogleich aufgestellt“, verrät Heike Behrens-Schulz. Das Thema Tod wird nicht tabuisiert: „Es gibt so schöne Bilderbücher für Kinder und Erwachsene, in denen die Themen Sterben, Tod, Trauer und Trost liebevoll behandelt werden.“

Eltern oder auch die Großteltern können beim Basteln mitmachen oder ebenfalls zuhören – oder aber sich zu einer Führung durch das Hospiz gleich nebenan begeben. Diese starten mit Sieghart Baumgart (Sozialer Dienst) und Maja Franke-Peters (Pflegedienstleitung) um 17.30 Uhr, um 18.30 Uhr und um 19.30 Uhr, sie sind ausführlich, mit vielen Informationen für die Besucher gespickt. Der Ambulanter Hospizdienst präsentiert im „Haus Underwood“, wie die Kinder- und Jugendarbeit an diesem Tag ihre Angebote und ihre Arbeitsweise.

Während Ute Matthiesen mit Heike Matthiesen und Britta Petersen vom Ambulanten Hospizdienst über die Begleitung Sterbender, die Erwachsenen-Trauerarbeit, die Gruppenangebote, das Café für Trauernde und vieles mehr berichten, werben sie parallel um weitere ehrenamtliche Helfer. Wenngleich das Hospiz insgesamt über rund 100 Ehrenamtliche verfügt, so gibt es doch weiteren Bedarf. Wer zum Beispiel in der Trauerbegleitung aktiv werden möchte, wird vorher in der Sterbebegleitung neun Monate gründlich geschult. „Es gibt viele weitere Möglichkeiten, sich hier einzubringen“, erklärt Ute Matthiesen. „Dazu gehören beispielsweise, den Gästen vorzulesen, mit ihnen Spiele zu spielen, Kuchen backen, Mittag für die im Hospiz lebenden Menschen zu kochen, Büroarbeit, Telefon- oder Türdienst zu erledigen oder auch kleine Arbeiten am Haus oder im Garten zu verrichten.

„Über alle diese Dinge informieren wir beim Lichterfest“, freut sich die Gründerin des Hospizes, Christel Tychsen. Last not least: Die Wilhelminen-Boutique, die über 26 Ehrenamtliche verfügt, bietet einen besonderen Service. „Es gibt im ersten Stock des Fahrradhauses Wollesen einen Lagerverkauf“, berichtet Leiterin Jutta Siebertz. In der leeren Wohnung – der Zugang erfolgt über das Hospiz oder aber über die Marktstraße – sind viele Schätze aus der Kleider-und Mode-Boutique ausgebreitet. „Ein besonderes Erlebnis“, so Jutta Siebertz. Jeder kann nach Herzenslust stöbern – für die gute Sache.

Und auch für wunderbar anmutige Unterhaltung wird gesorgt: Die Risum-Lindholmer Musikpädagogin und Chorleiterin Christine Burkhardt hat zwei junge „Harfenfeen“ der Kreismusikschule gebeten, zu musizieren (19.15 Uhr). Während der gesamten Veranstaltung ist der Zauberer Ernst Georg Arp zugegen, um „alle zu verzaubern.“ das Lichterfest wird künftig abwechselnd mit dem „Lauf für das Leben“ veranstaltet. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen