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Landwirtschaft : Holpriger Start für den Maisanbau

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mittlerweile geht der größte Teil der Maisernte in die Rinderfütterung. Teilweise müssen die Anbauflächen noch „repariert“ werden

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2014 | 05:15 Uhr

Jetzt ist es höchste Zeit, dass der Mais für die nächste Ernte in den Boden kommt. Hier und da läuft noch die vorbereitende Feldbestellung. Doch die Vorbereitung des Saatbeetes ist in der Endphase, so dass mit der Einsaat in den nächsten Tagen begonnen werden kann, wenn sie nicht bereits vereinzelt hier und da im Gange oder gar beendet ist.

Die Vorbereitungen für den „nächsten Mais“ verliefen unter denkbar ungünstigen Bedingungen. Dem Boden fehlte der winterliche Frost, der die Niederschlagsmengen „oben“ gehalten und somit für ihr schnelleres Abtrocknen gesorgt hätte. Das hatte zur Folge, dass die Nässe tief in den Boden herunter ging und die Äcker förmlich absoffen. Eine weitere Folge davon war, dass das Pflügen deutlich erschwert war, mehr PS kostete und die Dieseltanks schneller leer waren. Doch jetzt, da diese Beschwernisse überwunden sind, sieht es wieder günstig aus. Die jetzt in den Boden kommende Einsaat hat gute Startbedingungen. „Der junge Mais mag Wärme“, sagt der Landwirt Wolfgang Stapelfeldt.

Im Maisanbau, der „mal so – mal anders“ verläuft, ist eine leichte Verschiebung eingetreten. Ging die Ernte zuletzt zu gleichen Teilen in die Rinderfütterung und in die Beschickung der Biogasanlagen, so hat sich der Anteil mit 60:40 zugunsten der Fütterung verschoben. Der Grund liegt darin, dass die Biogasanlagen zunehmend mit Ganzpflanzensilage – kurz „GPS“ – gefüttert werden, einem Mix aus Weizen, Roggen und Hafer.

Teilweise laufen auf den Anbauflächen noch „Reparaturarbeiten“ an einigen Kornschlägen. Wo Getreide durch zu viel Nässe „abgesoffen“ ist, wird nachgesät. Vorwiegend handelt es sich um Sommergerste, die in diesen Tagen in den Boden muss. Für andere Getreidesorten, wie etwa den Weizen, wäre es jetzt ohnehin zu spät.

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