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Nordfriesland Tageblatt

20. Oktober 2017 | 20:57 Uhr

Niebüll : Hoffnung für das Haus der Jugend

vom

Diskussion um Entfristung der Halbtagsstelle mit Vertretern der CDU. Vorgeschlagen wird eine Übergangslösung.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 08:34 Uhr

Niebüll | Das Bürgerbegehren ist noch auf dem Verwaltungsweg, seinen Zweck hat es aber schon zu einem gut Teil erfüllt: Für die zum 31. Juli auslaufende Halbtagsstelle im Niebüller Haus der Jugend zeichnet sich eine Lösung ab. Das könnte eine Übergangsbeschäftigung auf Honorarbasis sein. Diese Idee wurde in einem Gespräch mit Vertretern der CDU und Jugendlichen im Haus der Jugend entwickelt.

Wie berichtet, hatte sich die Niebüller Stadtvertretung in der Sitzung im April gegen die Entfristung der halben Stelle im Haus der Jugend mit neun zu neun Stimmen ausgesprochen. Damit würde nur noch eine Kraft für das Haus tätig sein. Die Folgen wären, so die Jugendlichen, reduzierte Öffnungszeiten und eingeschränkte Angebote. Deshalb initiierten sie ein Bürgerbegehren und schafften es binnen kurzer Zeit, 1036 Unterschriften zu sammeln. 790 wären erforderlich gewesen.

"Das Bürgerbegehren fanden wir natürlich total toll. Das ist genau das, was wir bezwecken wollten mit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen", begeisterte sich Bernd Neumann. Der Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Soziales und Sport war mit der Finanzausschuss-Vorsitzenden Bettina Fritzsche, Bürgervorsteher Uwe Christiansen und dem bürgerlichen Mitglied Axel Scholz in das Haus der Jugend gekommen, um zu erklären, "welche Beweggründe wir hatten, nicht gleich Ja zu sagen". Das richtete sich nicht gegen das Haus der Jugend, sondern hatte vielmehr damit zu tun, "dass noch Fragen offen sind". Zum Beispiel nach einem Konzept oder dem Bedarf. Es gebe zwar ein Konzept, aber kein aktuelles. Es gehe vielmehr darum, dass das "was vor Jahren geschrieben wurde, in die Zukunft fortgeschrieben wird", betonte Axel Scholz, der das Haus der Jugend mit seinen Angeboten und Bedarf nicht isoliert betrachten wollte, sondern in Verbindung mit der Schulsozialarbeit oder dem Haus der Familie. Es könne dabei auch herauskommen, "dass wir vielleicht mehr brauchen, drei Stellen à 30 Stunden oder zwei à 40 Stunden", ergänzte Bettina Fritzsche mit Hinweis auf den Bedarf: "Das müssen wir wissen, bevor wir entscheiden."

Der Bedarf steht für die Jugendlichen außer Frage und sie machten deutlich, dass es ihnen auch um die Person geht. "Die Stelle ist sehr wichtig hier im Haus", sagte Mirko Hinrichs. "Das ist wie eine große Familie hier. Wenn einer geht, tut das natürlich weh", fügte Katharina Kuhn hinzu. "Das ist ein wichtiger Band-Standort. Ohne Probenraum kann keine Band bestehen. Dann würde ein wichtiger Teil der Kultur sterben", argumentierte Aleksanda Petkovic.

Die Lösung für den Bedarf auf der einen und die Forderung nach einem Konzept auf der anderen Seite lautete schließlich: Weiter beschäftigung auf Honorarbasis nach dem Auslaufen der Stelle ab August. Dafür gebe es die Möglichkeit einer Eilentscheidung, erklärte Bernd Neumann. Für das Konzept könnte die Fachschule für Sozialpädagogik ins Boot geholt werden.

Außerdem wollen Politik und Jugendliche im Gespräch bleiben. "Wir müssen viel mehr miteinander reden", fand Bürgervorsteher Uwe Christiansen. Zu diesem Zweck schlug Mirko Hinrichs ein monatliches Treffen von Jugendlichen und Vertretern der Parteien vor, "damit wir das Gefühl bekommen, dass wir auch gefragt werden."

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