Hoffen auf Interessenten: Neukirchen plant neues Gewerbegebiet mit sieben Parzellen

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05. Juni 2014, 13:37 Uhr

Der Planer brauchte 70 Minuten, um der Gemeindevertretung seinen zu Papier gebrachten Plan für ein verhältnismäßig kleines und einfaches Baugebiet vorzustellen. Am Ende könnte sich herausstellen, dass der Plan auch noch auf unbestimmte Zeit in der Schublade landet – und zwar dann, wenn die Gemeinde für das Bauland keine konkurrenzfähigen Baupreise anbieten kann.

In Hesbüll – so die Absicht der Gemeinde – soll das mit all seinen Parzellen ausverkaufte Gewerbegebiet erweitert werden. Dafür steht ein auf der gegenüber liegenden Seite der Kreisstraße K 94 drei Hektar großes Areal zur Verfügung, auf dem abzüglich eines Regenwasserrückhaltebeckens und einer Erschließungsstraße auf 2,25 Hektar Fläche Platz für etwa sieben Parzellen wäre. Die entscheidenden Zahlen konnten indes noch nicht genannt werden: die Kosten der Erschließung und der am Ende daraus resultierende Grundstückspreise. Diese müssen attraktiv sein, will die Gemeinde dort den einen oder anderen Gewerbebetrieb begrüßen können. Zurzeit liegen der Gemeinde keine Anfragen vor, erklärte Bürgermeister Peter Ewaldsen auf Anfrage. Vor Jahresfrist hätte es zwei Interessenten gegeben, die sich aber nicht wieder gemeldet haben.

Ärgerlich und enttäuscht ist die Gemeinde Neukirchen über die drohende Änderung des kommunalen Finanzausgleichs. Danach sollen den ländlichen Zentralorten von den überörtlichen Mitteln (zurzeit 300 000 Euro) 90 000 Euro abgezogen werden. Angeblich hätten die Zentralorte überörtliche Aufgaben im Rahmen der ihnen zugeflossenen Mittel nicht ausreichend wahrgenommen, hieß es jüngst von Innenminister Breitner bei einem kommunalen Treff im Niebüller Amtshaus auf der Basis eines stichprobenweise zustandegekommenen Gutachtens.








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