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Grundschul-Umbau : Höhere Kosten für die Sanierung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinde Leck muss 228 000 Euro mehr für die Baumaßnahmen an der Grundschule an der Linde bereitstellen.

Es wird gebohrt, geklopft, gewerkelt: Die Bauarbeiten an der Grundschule an der Linde laufen seit knapp einem Jahr. Und sie werden noch etwas umfangreicher und teurer als geplant. Denn bei der Sanierung der Grundschule wurden die Kellerwände zwar von innen gegen Feuchtigkeit gedämmt, nicht jedoch von außen. Das muss jetzt nachgeholt werden, die Gemeinde hat bereits die notwendigen Mittel in Höhe von rund 228 000 Euro im Rahmen des ersten Nachtragshaushaltsplanes 2014 bereitgestellt.

Aufgefallen war das Versäumnis, weil der Keller zuvor trocken gewesen, dann aber an einer Ecke Schimmel aufgetreten sei, hieß es im Infrastruktur-Ausschuss der Gemeinde. Dabei wurde festgestellt, dass der Keller der Grundschule keine Abdichtung gegen Feuchtigkeit von außen hat. Der Baubegleitausschuss hatte den freigelegten Keller im Anbau selbst in Augenschein genommen und war zu dem Entschluss gekommen, dass eine Sanierung des Kellers unabweisbar ist. Da der Keller mit einer neuen Innendämmung versehen wurde, ist eine nachträgliche Abdichtung von außen zwingend notwendig, da es ansonsten zu Bauschäden kommen kann.

Zusätzlich sind die Regenwassergrundleitungen entweder defekt oder gar nicht nicht vorhanden. Teile des Gebäudes entwässern in eine Rigole, also einen Pufferspeicher, der Regenwasser aufnimmt und es versickert – das führt zu mehr Feuchtigkeit am Bau. Die Kosten in Höhe von 228 000 Euro wurden vom Architekten erstellt, im Zuge der geplanten Ausschreibung der Leistungen sind noch Einsparungen möglich. Auch ein Förderantrag mit maximaler Förderhöhe von 80 000 Euro wurde gestellt, diese ist möglich, da der Keller im Zuge der Sanierung zusätzlich eine Dämmung von außen erhalten würde.

Die Gemeindevertretung betont, das Versäumnis sei den Planern zuzuschreiben. Auch werde die nachträgliche Außendämmung nicht teurer, als wenn die Maßnahme zeitgleich mit der Innendämmung ausgeführt worden wäre. Dennoch ist man sich einig: „Ärgerlich, dass wir nachbessern müssen.“

Voller Vorfreude auf das grundsanierte Gebäude ist hingegen Rektor Jan Lietzau: „Das wird eine Schule, die ihresgleichen sucht. Da stellt die Gemeinde wirklich etwas Tolles auf die Beine. Wir sehnen den Tag herbei, an dem wir das Gebäude in vollem Umfang nutzen können.“ Die Nachbesserungen am Keller des Schulgebäudes hätten keine Auswirkungen auf die pädagogische Arbeit.

Der Verwaltungstrakt ist bereits umgezogen, der Unterricht findet noch in 14 Containerklassen am Sportplatz statt. Die Klassenräume werden voraussichtlich schon zum 10. Juni fertig sein, sind dann aber noch nicht für den Unterricht nutzbar. Doch zum neuen Schuljahr soll der Umzug in die grundsanierte Grundschule vollzogen sein. „Darauf freuen wir uns schon sehr“, sagt Jan Lietzau.


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erstellt am 22.Mai.2014 | 09:00 Uhr

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