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Weihnachten 2015 : Hochbetrieb trifft Besinnlichkeit

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Reisewelle zu den Inseln, volle Häuser beim Familiengottesdienst und beim Weihnachtsschwimmen prägten die Festtage.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 19:00 Uhr

Nix da in diesem Jahr mit einer weißen Weihnacht. Da half es auch nichts, dass sie in verschiedensten Variationen als „White Christmas“ derart vehement im Radio besungen wurde. Wer am Heiligen Abend den Weg in die Kirche wählte, wurde mit den wirklich schönen Weihnachtsliedern belohnt. Doch wenn der leise rieselnde Schnee und der still und starr ruhenden See besungen werden, dann ist dieses Lied in der klimatisch arg durchgeschüttelten Gegenwart allenfalls auch nur ein hohles Versprechen, weil das Wetter über die Feiertage eher ein typisch friesisches als ein weihnachtlich-winterliches war.

Anders der Heiligabend in der Deezbüller Apostelkirche. Dort hatte Pastorin Sylvia Kilian-Heins einige der schönsten Weihnachtslieder in die klassische Weihnachtsgeschichte eingebunden und ihre Gemeinde in das Spiel der Weihnachtsgeschichte singend einbezogen. Aufgeführt wurde die Geschichte in kleiner Besetzung mit nur sechs Personen, weil der Altarraum zwischen Kanzel und Taufbecken in dem aus dem Ende des 13. Jahrhunderts stammenden Gotteshaus nicht mehr Platz bot. Maria und Josef wurde vom Ehepaar Green aus der Nachbarschaft gespielt, Engel, Hirten und einer aus dem Königstrio von Jugendlichen. Die Geschichte aus dem Lukas-Evangelium wurde von Pastorin Kilian-Heins erzählt.

Eine Weihnachtsgeschichte der anderen Art schreibt der Fremdenverkehr zu den nordfriesischen Reisezielen. Nach Sylt strömte es wie immer aus allen deutschen Landen, wie die Kennzeichen der Autos verrieten. Der Konkurrent der DB-Autozug lag noch in Lauerstellung und wird erst im neuen Jahr dazu beitragen, dass die Schranken in Niebülls Gather Landstraße noch länger geschlossen bleiben als ohnehin schon.

Zu den nordfriesischen Inseln Föhr und Amrum ist der Weihnachtsverkehr vor den Feiertage entspannt angelaufen, um am zweiten und dritten Feiertag seinen Höhepunkt zu erreichen, wie Erk Brauer aus der Disposition der Wyker Dampfschiffsreederei meldet. „Die Gäste pflegen erst nach Heiligabend anzureisen“, fügt er hinzu und merkt an, dass sich die WDR wie immer gut vorbereitet hat.

Dass Weihnachten ist, merkt man im Nordseeerholungsort Dagebüll jetzt nicht nur am Betrieb auf der Hafenmole. Dem Ortsteil Dagebüll-Hafen haben die Ferienhäuser längst ein Leben eingehaucht, wie man es zuvor nicht kannte. Der Grund: auf der Südseite der Nordseestraße sind es mittlerweile die 50 Holzhäuser, auf deren Nordseite weitere 30 im Bau. Zu spüren ist das in der Dagebüller Gastronomie. Und besonders lebhaft ging es auch in der vorweihnachtlichen „Meile“ zu, die nicht nur Besucher aus Niebüll und Leck anlockte.

Ansonsten gab es von den Feiertagen keine besonderen Vorkommnisse zu vermelden. „Rufen Sie am Montag wieder an“, hieß es auf Anfrage bei der Presse-Rufnummer der Polizei-Leitstelle Harrislee. Die Feuerwehr rundum hatte bis auf einen Küchenbrand Leck ein ruhiges Fest. Auf der Entbindungsstation des Klinikums Niebüll kam eine Niebüllerin zur Welt. Im Niebüller Hallenbad war Heiligabend vormittags Hochbetrieb. Zum Weihnachtsschwimmen kamen 304 Besucher.

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