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Großbaustelle : Hochbetrieb auf dem Rad- und Fußweg

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Sanierungsarbeiten entlang der Allee und Klixbüller Chaussee stoßen bei den Anwohnern auf Akzeptanz

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2014 | 05:00 Uhr

Die Fahrrad- und Fußwege in der Allee und Klixbüller Chaussee werden selten so viel genutzt wie dieser Tage: Seit Montag ist die Bundesstraße 199 von der Kreuzung Haupt-, Markt-, Bergstraße und Allee bis hin zur Flugplatz-Zufahrt für den Autoverkehr gesperrt. Die Anlieger zeigen Verständnis und nehmen es gelassen. Ab morgen ist alles wie immer, die Autoräder können wieder rollen.

Die B 199 zwischen Leck und der B 5 in Klixbüll wird seit Ende April saniert. Eine Vollsperrung legte Mitte Mai den Verkehr vom Flugplatz Richtung B 5 lahm, die Allee konnte längere Zeit nur einseitig befahren werden, und nun geht dort gar nichts mehr. Dafür sind schwere Baumaschinen am Werk vom frühen Morgen bis abends um 21 Uhr. Es soll eben alles schnell gehen und die Bürger so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Die Anlieger wurden vorher benachrichtigt und gebeten, ihre fahrbaren Untersätze an anderer Stelle abzustellen. Silke Möllers Auto parkt derzeit in der Straße „Tweng“ – für alle Fälle. „Ich fahre mit dem Fahrrad ins Dorf zum Einkaufen. Mich stört die Sperrung nicht.“ Alle Seitenstraßen sind derzeit „gepflastert“ mit Autos der Anlieger. Monika Prielipps Gefährt steht bei Bekannten im Sylter Weg. „Das sind doch nur 500 Meter. Da habe ich kein Problem mit. Die Arbeiten müssen ja gemacht werden.“ Ihre Auffahrt ist gar seit einer Woche gesperrt, weil die Bushaltestelle vorweg verschönert wurde. Zwar ist es in ihrem „Mangel“-Geschäft recht ruhig, aber: „Die Kunden laufen nicht weg, dann kommen sie eben später“. Ihr Angebot, die Wäsche zu liefern, wurde nur zaghaft angenommen.

Anders bei der Firma „Reifen Thomsen“: Lieferanten und Kunden bekamen das Okay, die Baustellen-Straße im Notfall zu befahren. „Die Kundenfrequenz bleibt überschaubar, wir machen eben viel Telefondienst“, erklärt Filialleiter Christof Hahn. Pech hatte er jedoch mit der Abholung der Papier-Tonnen: Diese wurden früher als üblich, schon ab 5.50 Uhr, von der Müllabfuhr geleert.

Ein wenig wehmütig blickt Carsten Heimböckel auf den Bagger, der das unter dem Asphalt liegende Kopfsteinpflaster herausschaufelt. „Ich kann noch denken, dass ich Mitte der 50er Jahre mit meinem Motorrad darauf gefahren bin“. Auch Hans Petersen, der zu jener Zeit in der Allee wohnte, erinnert sich: „Ende der 50er Jahre wurde die Entwässerung verlegt und eine Asphaltschicht auf das Pflaster geschüttet.“ Es zeigt übrigens deutlich, wie die Straße seit annodazumal verbreitert wurde. „Obwohl das Kopfsteinpflaster all die Jahre verdeckt war, verschwindet nun ein Stück Zeitgeschichte“, meinen die beiden Herren.

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