Historisches Treyben an der Wehle

An den Wehlen werden wieder viele Besucher  erwartet.  Foto: dew
An den Wehlen werden wieder viele Besucher erwartet. Foto: dew

Akteure von Frisia Historica laden ein

shz.de von
27. Juni 2012, 03:59 Uhr

Niebüll | Der Verein Frisia Historica aus Stedesand lädt zu seinem zweiten Friesisch-Historischen Treyben im Wehlen-Gebiet ein. Beginn ist am Freitag, 29. Juni, um 18, an den beiden folgenden Tage jeweils um 10 Uhr und Ende am Sonntag gegen 17 Uhr. Auf dem Weg zu den "Ufern" der mittlerweile 419 Jahre alten Niebüller Wehle wird kein Wegezoll erhoben, Spenden sind aber willkommen.

Stefan Nissen, erster Barde und Oberhaupt des "gewandeten Volkes", verspricht ein wiederum buntes und mittelalterlich-vergnügliches Programm, obgleich die Realität im frühen Mittelalter nicht so rosig aussah, wie es die Akteure von heute, unter ihnen viele befreundete Wikinger aus norddeutschen Landen, zelebrieren. Es lohnt für das "Gesindel" aus Stadt und Land, in die denkwürdige Welt des frühen Mittelalters einzutauchen, historisches Treyben mitzuerleben, wenn Filzer, Töpfer, Färber, Schmiede, Spielemacher, Salzsieder, Holzschnitzer und Bogenbauer zu Werke gehen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch Spielleute, Sänger und Tänzer: aus dem Lande Wursten die wurtfriesische Gruppe Wortsatia, die singende Bardin Jenny und die Eiderstädter Tänzer von Mahbanu mit einem Schuss orientalischem Flair.

Frooi Ohnesorg wird gaukeln, Fafnirs Fjoer zu später Stunde eine Feuershow zelebrieren. Krieger alter Tage werden ihre Waffenkünste zeigen, und am Rande des Heerlagers wird es ein Markt-Treyben geben, auf dem gehandelt, gehökert und geschachert wird. Am Sonnabend zieht das Volk der Altfriesen und Wikinger im Umzug durch die Stadt. An die Kinder wird übrigens auch gedacht sein: Sie können sich in der Waffenschule Viatores ad Arma zu Knappen ausbilden lassen - und sich mit dem Drachen Thorkel duellieren. An der Jugendherberge steigt die inoffizielle WM im Gibseln, einem Stockspiel, das die heutigen Friesen "Gibbeln" nennen.

Der Abschluss des zweiten Treybens wird literarisch: Der Bremer Autor Mark Bredemeyer wird Passagen aus seinem Roman "Runnenzeit-Saga" lesen.

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