Kommentar : Hilfe statt Hass

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18. November 2015, 05:00 Uhr

Wer hätte das gedacht? Allzu oft ist Leck der Ort, bei dem nicht immer alles rund läuft. Während andere Kommunen wachsen und gedeihen, muss sich die Gemeinde immer wieder ihren Problemen stellen. Die Kassen sind leer, manch wichtiger Arbeitgeber wie das Finanzamt bald weg und ein soziales Gefälle definitiv vorhanden. Und nun soll ausgerechnet dieser Ort 2000 Flüchtlinge aufnehmen? Umso vorbildlicher ist es, wie besonnen die Nordfriesen bislang auf die Landespläne reagieren – mit konstruktiven Fragen statt Fremdenfeindlichkeit. Das Gros der Bürger hat erkannt, dass Hilfsbereitschaft, Toleranz und Offenheit auch nach dem Terror in Paris unsere moralische Pflicht sind. Und dass die Neuankömmlinge auch eine Chance darstellen können – ausgerechnet für Leck. Denn wer Gutes tut, dem wird Gutes widerfahren.

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