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Schiffbruch mit Wohnwagen : Hilfe fürs Häuschen auf Rädern

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ein Rendsburger will unterstützen, damit die Besitzer das Gefährt vom Straßenrand bekommen.

Risum-Lindholm | Das Hilfsangebot kam gleich am nächsten Morgen. Ein Leser aus Rendsburg erfuhr von dem Wohnwagen, der immer noch direkt am Straßenrand zwischen Risum und Niebüll an der Deezbüller Straße steht, da ihn der Besitzer nach einem Platten nicht abtransportieren kann. Der 61-jährige Anrufer hatte bis zum letzten großen Orkantief selbst auch ein derartiges Mobilheim, das jedoch durch „Christian“ auf den Kopf gestellt und damit völlig zerstört wurde. Lediglich der Träger mit Achse und Reifen blieb heil. Den will der Leser aus Rendsburg nun dem Besitzer des amerikanischen Mobilhäuschens überlassen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie gern unsere Leser anderen helfen.

Zur Geschichte hinter dem Wohnwagen am Straßenrand: Die neuen Besitzer hatten das Vehikel in Deezbüll gekauft, um ihn als vorübergehenden Unterstand zu nutzen – bis die Garage fertig ist. Unterwegs beim Transport nach Risum-Lindholm brach dann die Felge ab. Erschwerend kam hinzu, dass es sich um ein amerikanisches Modell und Maß handelte, der Reifen lediglich von einem Bolzen in der Mitte gehalten wurde. Der Wagen wurde erst einmal auf einem Feldweg geparkt. „Wir haben uns sofort mit der Polizei, dem Ordnungsamt, dem Landwirt und dem Bürgermeister in Verbindung gesetzt“, so die Besitzerin. „An dem Wagen wurde der organgefarbene Zettel befestigt, damit die Bevölkerung auch darüber informiert war, dass sich hier etwas tut.“ Woher aber Ersatz für den Reifen bekommen? Die neuen Eigentümer wussten sich keinen Rat. „Wir haben überall herumgefragt, uns konnte niemand helfen.“ Ein Trailer oder Auflieger, der einen Wohnwagen von dieser ungewöhnlichen Länge hätte aufnehmen können, war in der ganzen Umgebung nicht aufzutreiben.

„Wir haben also eine neue Felge mit Reifen anfertigen lassen. Mein Schwiegervater hat ihn in vielen Stunden Mühe angebaut.“ Genützt hat es alles nichts: Der Wagen war zu schwer, der Reifen sprang erneut ab. „Nun sind wir in Warteposition. Wir haben es uns alles viel einfacher vorgestellt. Es ist uns unangenehm, dass der Wagen da jetzt steht, und wir wissen nicht, wie wir ihn da wegbekommen sollen.“ Eine kleine Hoffnung gibt es jetzt: „Wir haben einen Kaufinteressenten in Heide, der eine Spedition mit dem Abtransport beauftragen will.“ Sollte das scheitern, ist das alte Problem wieder da. „Wir sind für alle Idee und Hilfen offen“, sagt die Besitzerin. „Der Wagen hat uns schon etliche schlaflose Nächte gekostet.“

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erstellt am 24.Jan.2014 | 07:45 Uhr

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