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Nordfriesland Tageblatt

17. Dezember 2017 | 02:15 Uhr

HGV will „Dagewesenes toppen“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mitglieder des Handels- und Gewerbevereins Niebüll wählen Vorstand einstimmig wieder / Vorfreude auf 30. Hauptstraßenvergnügen

von
erstellt am 13.Apr.2016 | 11:45 Uhr

Der Stadt ist viel an einer guten Zusammenarbeit mit dem Handels- und Gewerbeverein gelegen. Das bekundete der stellvertretende Bürgermeister Bernd Neuman auf der Jahreshauptversammlung des HGV, der im örtlichen Friesenhof Bilanz zog. Die Versammlung war getragen von einer zufriedenen Stimmung. Das brachten die Mitglieder auch damit zum Ausdruck, dass alle zur Wahl anstehenden Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt wurden. Den Grüßen der Stadt schloss sich Stadtmanager Holger Heinke an, der dem HGV für eine gute Zusammenarbeit dankte und darauf hinwies, dass der Erfolg mit den Mitarbeitern steht und fällt. HGV-Vorsitzender Heinz H. Christiansen dankte den ehrenamtlichen Helfern im Werbeausschuss und Vorstand für einen guten Job.

In seinem Jahresbericht listete er diese Themen auf: Der Erhalt des Klinikums Niebüll habe dem HGV ebenso am Herzen gelegen wie in weiten Kreisen der Bevölkerung. Die vom HGV initiierten Mitarbeiter-Einkaufsaktionen hätten zur Steigerung der Umsätze bei den beteiligen Unternehmen geführt. Die vom Radiosender RSH kurzfristig angesetzte Stadt-Challenge wurde ein voller Erfolg. Großes Interesse signalisierte der Vorsitzende am Breitbandnetz und forderte die Betriebe auf, sich am Ausbau zu beteiligen, „weil hier unsere Zukunft in der digitalen Welt liegt“. Als nächstes Großereignis erwähnte Christiansen die HGV-Messe, die vom 21. bis 23. Oktober stattfindet und an der großes Interesse bestehe.

Organisationswartin Renate Hartwig informierte über den Werbeausschuss, der alljährlich die verkaufsoffenen Sonntage, das Hauptstraßenvergnügen und Weihnachtsmarkt organisiert und an weiteren Aktionen (wie etwa dem RSH-Challenge) beteiligt ist. Außerdem würde befreundeten Vereinen in der Stadt geholfen. „Ziel unserer Aktionen ist, möglichst viele Besucher in die Stadt zu bekommen.“ Das nächste Hauptstraßenvergnügen feiert seine 30. Auflage „Wir wollen das bisher Dagewesene mit Bühnen-Programm und Straßenkunst deutlich toppen“, sagte Renate Hartwig, die ihren tüchtigen Helfern an dieser Stelle dankte.

Schatzmeister Ottmar Grün öffnete einen Blick in die Kassen von HGV und Pro Niebüll GmbH. Der HGV verzeichnete bei Einnahmen von 21  000 und Ausgaben von 27  000 Euro einen Unterschuss von 6000 Euro. Der Etat der HGV-Tochter wies bei Einnahmen von 63  000 und Ausgaben von 58  000 ein Plus von 5000 Euro aus. Den Überschuss aus der Weihnachtsverlosung von 800 Euro stellte der HGV der Handballjugend des TSV Rotweiß zur Verfügung. Dem HGV gehören zurzeit 194 Mitglieder an. Heinz H. Christiansen (Vorsitzender), Bernd Jacobsen (2. Stellvertretender Vorsitzender), Karl-Heinz Christiansen (Schriftführer) sowie die Beisitzer Stefan Schmäschke und Jasmin van Gysel wurden wiedergewählt.

In seinem Referat „Sport & Wirtschaft“ stellte der Ex-Niebüller Dierk Schmäschke den Handballbundesligisten SG Flensburg-Handewitt vor. Der Geschäftsführer der SG zeichnete den Weg einer Mannschaft nach, die aus einem Team der Region zu einer europäischen Spitzenmannschaft wurde. Als die Mannschaft im Verlauf ihrer steten Weiterentwicklung an Grenzen stieß, die mit Spielern aus der Region nicht mehr zu überwinden waren, holte sie sich Spitzenkräfte aus Skandinavien. Heute gehören der SG je fünf Dänen und Schweden und je ein Franzose und Kroate an – allesamt Spieler, die mit ihren Nationalmannschaften bei Olympia in Brasilien vertreten sei werden.

Es ergab sich mit der Zeit, dass sich nicht nur die Menschen der Nordregion mit dem Bundeslisten von der Förde identifizierten, sondern auch die Wirtschaft. Aus der einst kleinen SG Weiche-Handewitt sei die große SG Flensburg-Handewitt geworden – und damit für die Unternehmen, die sich mit ihrem Namen schmücken konnten, ein Werbefaktor und „eine Marke der Region“. Aus der einst bodenständigen Mannschaft wurde eine europäische Spitzenmannschaft, die zusammen mit dem THW das Bundesland Schleswig-Holstein zu einem Handballland machte.

Die SG ist finanziell auf dem Teppich geblieben und kommt mit einer Etat von 6,5 Millionen Euro aus – im Vergleich zur Spitzenkonkurrenz im Lande, in Frankreich und Spanien ein Pappenstiel. Dierk Schmäschke unterstrich die Bedeutung des regionalen Umfeldes für den Bundesligisten. „Besonders große Beachtung verdient die Zahl der Unternehmen, die uns unterstützt“, sagte Schmäschke. Es seien auch etliche Unternehmen von „weiter weg“, die sich sagen „da mache ich Werbung mit dieser SG“. Traditionelle Förderer hat die SG im „Klub 100“, der vor 25 Jahren gegründet wurde. Nicht zu vergessen auch die 72 Gesellschafter des Wirtschaftsunternehmens SG Flensburg-Handewitt, das eine Deutsche Meisterschaft, vier deutsche Pokalsiege, zwei europäische Titel und einen Erfolg in der Championsleague vorzuweisen hat – und aktuell auf dem dritten Platz in der Bundesligatabelle rangiert. Der SG-Geschäftsführer, der selbst 13 Jahre aktiver Handballer war, vom Lehrerberuf in den Beruf des Handballprofis wechselte und einen sportlichen Familie entstammt, in der der Vater Handballer und die Brüder Fußballer waren.






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