Petition : HGV macht sich fürs Finanzamt stark

Ob Leck Hauptsitz des Finanzamts  bleibt, klärt sich Ende des Jahres.  Ziel des Finanzministeriums ist es, aufgrund von Umstrukturierungen Kompetenzen zu bündeln.
Ob Leck Hauptsitz des Finanzamts bleibt, klärt sich Ende des Jahres. Ziel des Finanzministeriums ist es, aufgrund von Umstrukturierungen Kompetenzen zu bündeln.

Der größte wirtschaftliche Verein der Gemeinde appelliert mit einem Gesuch für Leck als künftigen Hauptsitz. Das Finanzministerium strebt an, das Finanzamt mit dem Hauptsitz in Leck und der Außenstelle Husum zusammenzulegen.

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22. November 2013, 08:00 Uhr

Mit einer Petition an die Finanzministerin des Landes Schleswig-Holstein, Monika Heinold, spricht sich der Handels- und Gewerbeverein für den Erhalt des Finanzamtes in Leck aus. Das gleiche Schreiben wurde dem Landrat des Kreises Nordfriesland, Dieter Harrsen, zugesandt. Insbesondere freut sich HGV-Chef Sven Lück: „Die Nachbarvereine Niebüll und Süderlügum haben ähnliche Schriftstücke an die genannten Adressen verschickt, in denen sie klar Stellung für das Finanzamt im Standort Leck bezogen haben“.

Das Finanzministerium strebt an, das Finanzamt mit dem Hauptsitz in Leck und der Außenstelle Husum zusammenzulegen. Die Entscheidung soll noch bis Jahresende getroffen werden. „Wir stehen einer Zusammenlegung nicht im Wege, plädieren jedoch ausdrücklich für den Standort Leck“, heißt es in dem Schreiben. Der Handels- und Gewerbeverein als größter wirtschaftlicher Verein der Gemeinde Leck und der Vertreter von mehr als 120 selbstständigen Unternehmern und Dienstleistern betont: „Wir möchten jeglichen Verlust von Arbeitsplätzen verhindern, unsere Mitgliedsbetriebe unterstützen und die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde vorantreiben“.

Die Gemeinde benötige dringend die wirtschaftliche Kraft, die von der Finanzverwaltung und deren 130 Mitarbeitern ausgeht. Bereits mit dem starken Abzug der Bundeswehr habe die Gemeinde zu kämpfen, heißt es weiter, der Verlust von weiteren öffentlichen Arbeitsplätzen wäre nicht ersetzbar. „Vor allem, da uns die Ansiedlung neuer Unternehmen von Seiten der Landesregierung nicht einfach gemacht wird und der Ausbau der Infrastruktur über Gebühr auf sich warten lässt.“

Der HGV listete die Vorteile für Leck als Standort auf: „Die bereits bestehenden Gebäude könnten bei dem geplanten Neubau kostengünstig und sinnvoll miteingebunden werden.“ Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass das Steueraufkommen im ehemaligen Kreis Südtondern und den nordfriesischen Inseln in einer Position sei, in der die Unternehmen die Nähe der Finanzverwaltung beanspruchten.

„Sich für die Westküste und insbesondere für die strukturschwachen Regionen stark zu machen, wäre ein gutes Zeichen Ihrerseits“, legt der HGV in der Petition daher der Kieler Finanzministerin ans Herz.

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